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USA | Fußball-WM 2026
04.06.26, 17:00 Uhr

Im Quartier der Nationalelf: Warum North Carolina während der WM mehr ist als nur ein Trainingsstandort

Während der Fußball-WM 2026 schlägt die deutsche Nationalmannschaft ihr Quartier in North Carolina auf. Für Reisende eröffnet sich damit der Blick auf eine Region, die weit mehr bietet als Fußball: historische Städte, Weinregionen, die Blue Ridge Mountains, kilometerlange Strände und einige der schönsten Roadtrips der USA.

Das Graylyn Estate in Winston-Salem dient der deutschen Nationalmannschaft während der Fußball-WM 2026 als Teamquartier. Die Region North Carolina nutzt das Turnier zugleich, um ihre Vielfalt zwischen Atlantikküste, Weinregionen und den Great Smoky Mountains international zu präsentieren. Foto: Visit North Carolina
Wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 ihr Quartier in North Carolina bezieht, rückt eine Region ins Rampenlicht, die vielen europäischen Reisenden bislang eher als Geheimtipp gilt. Das Team wird während des Turniers im traditionsreichen Graylyn Estate in Winston-Salem untergebracht sein – einem schlossähnlichen Anwesen, das zu den außergewöhnlichsten Unterkünften im Südosten der USA zählt.

Doch wer North Carolina lediglich als Trainingsstandort der DFB-Auswahl betrachtet, greift zu kurz. Der Bundesstaat zwischen den Great Smoky Mountains im Westen und den Stränden der Atlantikküste im Osten gehört zu den vielseitigsten Reisezielen der Vereinigten Staaten.

Winston-Salem: Wo Geschichte auf Moderne trifft
Mit der Wahl des Teamquartiers fällt auch ein Schlaglicht auf Winston-Salem. Die Stadt war einst geprägt von der Tabak- und Textilindustrie und zählt heute zu den kulturell interessantesten Orten des Bundesstaates. Historische Gebäude, liebevoll restaurierte Inns, grüne Parkanlagen und eine lebendige Gastronomie prägen das Stadtbild.

Gleichzeitig gilt Winston-Salem als Tor zu den Weinregionen North Carolinas und als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Natur. Die Geschichte der Stadt spiegelt dabei viele Kapitel der amerikanischen Entwicklung wider – von der Kolonialzeit über die Industrialisierung bis hin zu Bürgerrechtsbewegung und wirtschaftlichem Wandel.

Zwischen Bergen und Meer
North Carolina gehört zu den wenigen US-Bundesstaaten, die innerhalb weniger Autostunden völlig unterschiedliche Landschaften bieten. Im Westen ragen die Gipfel der Great Smoky Mountains auf, die zu den meistbesuchten Nationalparks Nordamerikas zählen. Wanderer, Mountainbiker und Naturfreunde finden hier ein weit verzweigtes Netz an Trails und Panoramastraßen.

An der Atlantikküste locken dagegen die Outer Banks – eine Kette vorgelagerter Inseln mit endlosen Sandstränden, historischen Leuchttürmen und einer entspannten Atmosphäre. Die Region gilt als Geburtsort des motorisierten Fliegens und bietet ideale Bedingungen für Wassersportler und Strandurlauber.

Perfekt für Roadtrips
Gerade im Umfeld der Fußball-WM dürfte North Carolina von einem Trend profitieren, der für internationale Gäste typisch ist: dem Roadtrip. Der Bundesstaat eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Rundreisen durch den amerikanischen Süden.
Innerhalb weniger Stunden lassen sich Städte wie Charlotte, Raleigh oder Asheville miteinander verbinden. Auch Nachbarstaaten wie Virginia, Tennessee oder South Carolina sind bequem erreichbar. Für Reisende entsteht dadurch die Möglichkeit, den Besuch eines WM-Spiels mit einer umfassenden Entdeckungsreise durch den Südosten der USA zu kombinieren.

Fußball trifft NASCAR
Neben Natur und Kultur spielt auch Sport eine wichtige Rolle. North Carolina gilt als Heimat des NASCAR-Motorsports und beherbergt zahlreiche Rennteams sowie Motorsportmuseen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung des Fußballs kontinuierlich. Neben Deutschland werden auch die Nationalteams aus Schottland und Norwegen ihre WM-Quartiere im Bundesstaat aufschlagen.

Für die touristischen Verantwortlichen ist die Weltmeisterschaft deshalb weit mehr als ein Sportereignis. Sie soll Millionen internationalen Gästen zeigen, was North Carolina abseits der Stadien zu bieten hat.

WM als Schaufenster für den Tourismus
Brand USA und die regionalen Tourismusorganisationen nutzen die FIFA-Weltmeisterschaft gezielt als Plattform, um internationale Besucher auf weniger bekannte Regionen aufmerksam zu machen. Dabei stehen nicht nur die Spielorte im Fokus, sondern auch die Reiseerlebnisse zwischen den Stadien.

North Carolina dürfte davon besonders profitieren. Denn kaum ein anderer Bundesstaat verbindet historische Städte, Küstenlandschaften, Gebirge, Weinregionen und Outdoor-Abenteuer auf so kompakte Weise.

Für Reisebüros eröffnet sich damit ein attraktiver Ansatz für individuelle USA-Beratungen: Fußball als Reiseanlass – und North Carolina als Destination, die weit über das Turnier hinaus begeistert.