Agentic AI und Provisions-Check11.05.26, 08:50 Uhr
Schmetterling läutet neue Ära im Reisebürovertrieb ein
Die Kooperation drückt beim Thema KI im Reisevertrieb aufs Gas. Eine neue Agentic AI verzahnt die Tools aus der hauseigenen Software-Suite und begleitet die gesamte Customer Journey automatisiert. Ergänzt wird das System durch intelligentes Provisions-Monitoring.

Mit Agentic AI und einem neuen Provisions-Cockpit gibt Schmetterling seinen Partnerbüros zwei Werkzeuge an die Hand, die Routinearbeit automatisieren und faire Vergütung sichern – vorgestellt von CEO Ömer Karaca auf der Jahrestagung 2026 auf Rhodos. Foto: Schmetterling
Auf der diesjährigen Jahrestagung von Schmetterling auf Rhodos hat Geschäftsführer der Reisebürokooperation Ömer Karaca eine doppelte Botschaft an die rund 500 teilnehmenden Partnerbüros gesendet: scharfe Kritik an strukturellen Missständen der Branche – und eine konkrete technologische Antwort darauf.
Im Mittelpunkt all dessen steht die Einführung einer Agentic AI, also einer handelnden KI, für die angeschlossenen Agenturen, die durch die tiefe Verzahnung der Systeme aus der hauseigenen Software-Suite – das Midoffice Argus, die Beratungs- und Vergleichsplattform Xena sowie das Reservierungssystem Neo – den Arbeitsalltag im stationären Reisevertrieb grundlegend verändern soll.
Klare Worte zur Krisenfestigkeit der Branche
Als Auslöser seiner Kritik nannte Karaca den Umgang mit der Eskalation im Nahen Osten seit Ende Februar. Reisebüros hätten stundenlang in Warteschleifen gehangen, den Frust der Kunden aufgefangen und dabei selbst an Glaubwürdigkeit eingebüßt, weil Veranstalter sich aus der Verantwortung gezogen und statt partnerschaftlicher Unterstützung automatische Stornierungen mit mangelhaften Alternativen zu Aufpreisen geliefert hätten. „Der so oft gelobte Verbraucherschutz der Pauschalreise existiert oft nur noch auf dem Papier“, monierte Karaca in seiner Keynote.
Ebenso scharf fiel seine Kritik an den aktuellen Cashback- und Rabattaktionen im Online-Vertrieb aus. Rückvergütungen von bis zu 800 Euro trieben den Markt in einen ruinösen Preiskampf. An Veranstalter richtete er eine unmissverständliche Warnung: Wer 20 bis 30 Prozent seines Umsatzes über ein einzelnes Online-Portal abwickle, begebe sich in eine gefährliche Abhängigkeit und riskiere, systematisch ausgesteuert zu werden. „Die Onliner sind in der Zwischenzeit ein Stück an uns vorbeigezogen. Das ist die Realität“, stellte Karaca fest – und forderte Reisebüros auf, ihren eigenen datengetriebenen Weg zu gehen.
KI übernimmt die Fleißarbeit, Expedienten die Beratung
Das Gegenmittel will Schmetterling mit einem neuen KI-Piloten, der nach Angaben der Kooperation ersten Agentic-AI-Lösung dieser Art für den stationären Reisevertrieb, liefern. Das System arbeitet im Hintergrund und analysiert das Buchungsverhalten der vergangenen drei Jahre, um zu ermitteln, welche Kunden wieder reisebereit sind und welche Angebote zu ihrem Profil passen – ob Kreuzfahrt-Enthusiast oder Strandurlaub-Stammgast.
Eingehende Reiseanfragen, die das Midoffice-System Argus als solche klassifiziert, kann der KI-Pilot eigenständig aufgreifen, die passende Kundenakte abrufen, Angebote in Xena zusammenstellen und diese direkt an den Kunden versenden.
Die Begleitung endet nicht mit dem Buchungsabschluss. Mit jeder Interaktion aktualisiert das System die Kundenprofile in Argus selbstständig, hinterlegt Klassifizierungen und plant vorausschauend die nächsten Touchpoints entlang der Customer Journey – von der „Willkommen zurück“-Nachricht nach der Rückkehr bis zur frühzeitigen Frühbucher-Ansprache in der Vorsaison.
Karacas Appell an die Expedienten: „Lasst die KI machen, vertraut ihr ein bisschen und seht die Lösung als Unterstützer im Alltag.“ Der gewonnene Freiraum solle in das fließen, was kein Algorithmus ersetzen könne: Qualität, Persönlichkeit und Beratungskompetenz.
Provisions-Cockpit beendet den Blindflug
Parallel zur KI-Offensive adressiert Schmetterling ein seit Jahren bekanntes Ertragsproblem. „Wir in der Zentrale sehen Jahr für Jahr, wie viel Provision an euch Reisebüros vorbeigeht, weil Umsatzziele zwar insgesamt, aber nicht pro Reiseveranstalter erreicht werden“, erklärte Karaca. Das neue, für Partnerbüros kostenfreie Provisions-Cockpit erfasst daher nicht nur Pauschalreisen, sondern das vollständige Bild: Versicherungen, Nur-Hotel-Buchungen, Hotelboni und alle Nebenleistungen.
Herzstück ist eine Prognosefunktion auf drei Säulen: Status Quo, Jahresend-Prognose und die entscheidende „Aktions“-Angabe, die zeigt, wie viel Umsatz bis zur nächsten Staffelstufe noch fehlt.
Den direkten Beratungsnutzen bringt die Verbindung des Cockpits mit dem in Xena integrierten Provisionskompass. Als intuitives Ampelsystem zeigt er Expedienten auf einen Blick, ob ein Angebot provisionsattraktiv oder nachteilig ist – und leitet auch den KI-Piloten gezielt zu wirtschaftlich sinnvollen Empfehlungen. „Wir beenden den Blindflug in der Beratung“, versprach Karaca.
Die aggregierten Daten des Cockpits sollen zudem der Schmetterling-Zentrale als Verhandlungsbasis dienen, um künftig bessere Einkaufskonditionen für die gesamte Kooperation zu erzielen.
Im Mittelpunkt all dessen steht die Einführung einer Agentic AI, also einer handelnden KI, für die angeschlossenen Agenturen, die durch die tiefe Verzahnung der Systeme aus der hauseigenen Software-Suite – das Midoffice Argus, die Beratungs- und Vergleichsplattform Xena sowie das Reservierungssystem Neo – den Arbeitsalltag im stationären Reisevertrieb grundlegend verändern soll.
Klare Worte zur Krisenfestigkeit der Branche
Als Auslöser seiner Kritik nannte Karaca den Umgang mit der Eskalation im Nahen Osten seit Ende Februar. Reisebüros hätten stundenlang in Warteschleifen gehangen, den Frust der Kunden aufgefangen und dabei selbst an Glaubwürdigkeit eingebüßt, weil Veranstalter sich aus der Verantwortung gezogen und statt partnerschaftlicher Unterstützung automatische Stornierungen mit mangelhaften Alternativen zu Aufpreisen geliefert hätten. „Der so oft gelobte Verbraucherschutz der Pauschalreise existiert oft nur noch auf dem Papier“, monierte Karaca in seiner Keynote.
Ebenso scharf fiel seine Kritik an den aktuellen Cashback- und Rabattaktionen im Online-Vertrieb aus. Rückvergütungen von bis zu 800 Euro trieben den Markt in einen ruinösen Preiskampf. An Veranstalter richtete er eine unmissverständliche Warnung: Wer 20 bis 30 Prozent seines Umsatzes über ein einzelnes Online-Portal abwickle, begebe sich in eine gefährliche Abhängigkeit und riskiere, systematisch ausgesteuert zu werden. „Die Onliner sind in der Zwischenzeit ein Stück an uns vorbeigezogen. Das ist die Realität“, stellte Karaca fest – und forderte Reisebüros auf, ihren eigenen datengetriebenen Weg zu gehen.
KI übernimmt die Fleißarbeit, Expedienten die Beratung
Das Gegenmittel will Schmetterling mit einem neuen KI-Piloten, der nach Angaben der Kooperation ersten Agentic-AI-Lösung dieser Art für den stationären Reisevertrieb, liefern. Das System arbeitet im Hintergrund und analysiert das Buchungsverhalten der vergangenen drei Jahre, um zu ermitteln, welche Kunden wieder reisebereit sind und welche Angebote zu ihrem Profil passen – ob Kreuzfahrt-Enthusiast oder Strandurlaub-Stammgast.
Eingehende Reiseanfragen, die das Midoffice-System Argus als solche klassifiziert, kann der KI-Pilot eigenständig aufgreifen, die passende Kundenakte abrufen, Angebote in Xena zusammenstellen und diese direkt an den Kunden versenden.
Die Begleitung endet nicht mit dem Buchungsabschluss. Mit jeder Interaktion aktualisiert das System die Kundenprofile in Argus selbstständig, hinterlegt Klassifizierungen und plant vorausschauend die nächsten Touchpoints entlang der Customer Journey – von der „Willkommen zurück“-Nachricht nach der Rückkehr bis zur frühzeitigen Frühbucher-Ansprache in der Vorsaison.
Karacas Appell an die Expedienten: „Lasst die KI machen, vertraut ihr ein bisschen und seht die Lösung als Unterstützer im Alltag.“ Der gewonnene Freiraum solle in das fließen, was kein Algorithmus ersetzen könne: Qualität, Persönlichkeit und Beratungskompetenz.
Provisions-Cockpit beendet den Blindflug
Parallel zur KI-Offensive adressiert Schmetterling ein seit Jahren bekanntes Ertragsproblem. „Wir in der Zentrale sehen Jahr für Jahr, wie viel Provision an euch Reisebüros vorbeigeht, weil Umsatzziele zwar insgesamt, aber nicht pro Reiseveranstalter erreicht werden“, erklärte Karaca. Das neue, für Partnerbüros kostenfreie Provisions-Cockpit erfasst daher nicht nur Pauschalreisen, sondern das vollständige Bild: Versicherungen, Nur-Hotel-Buchungen, Hotelboni und alle Nebenleistungen.
Herzstück ist eine Prognosefunktion auf drei Säulen: Status Quo, Jahresend-Prognose und die entscheidende „Aktions“-Angabe, die zeigt, wie viel Umsatz bis zur nächsten Staffelstufe noch fehlt.
Den direkten Beratungsnutzen bringt die Verbindung des Cockpits mit dem in Xena integrierten Provisionskompass. Als intuitives Ampelsystem zeigt er Expedienten auf einen Blick, ob ein Angebot provisionsattraktiv oder nachteilig ist – und leitet auch den KI-Piloten gezielt zu wirtschaftlich sinnvollen Empfehlungen. „Wir beenden den Blindflug in der Beratung“, versprach Karaca.
Die aggregierten Daten des Cockpits sollen zudem der Schmetterling-Zentrale als Verhandlungsbasis dienen, um künftig bessere Einkaufskonditionen für die gesamte Kooperation zu erzielen.

