Anzeige
B2B-Buchungsplattform
14.04.26, 09:12 Uhr

Ratehawk setzt zum Jubiläum auf Tech-Boost und KI

Zehn Jahre nach dem Start investiert Ratehawk verstärkt in KI und Schnittstellen-Technologie. Ziel sind effizientere Prozesse, schnellere Abläufe und weniger Fehler. Gleichzeitig erweitert die Plattform ihr Angebot und bereitet etwa die Integration von Versicherungsprodukten vor.

Foto: Ratehawk
Die Buchungsplattform Ratehawk feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen und will ihre Strategie stärker auf den Ausbau ihrer Anwendungsschnittstelle (API) sowie auf den Einsatz von agentischer KI zuschneiden.

Das B2B-Portal für Hotels, Flüge und Transfers bietet Zugang zu 3,2 Millionen Unterkünften. Dazu zählen 250.000 direkt unter Vertrag stehende Hotels sowie 350 Anbieter weltweit. Hinzu kommen Flüge von mehr als 400 Fluggesellschaften, Transfers in über 150 Ländern, Zugtickets und Mietwagen.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr sei der Nettobuchungswert um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Zahl der Buchungen wuchs weltweit um 43 Prozent, wie Ratehawk mitteilt.

Vom Experiment zur globalen Plattform

„Wir haben Ratehawk im Jahr 2016 als Experiment gestartet“, blickt Felix Shpilman, CEO der Muttergesellschaft Emerging Travel Group, zurück. In einer Zeit, „in der die Zunahme von Individualbuchungen für Ungewissheit über die Zukunft von Reisevermittlern sorgte“, so Shpilman, „waren wir überzeugt, dass starke Reiseexpertise weiterhin nachgefragt werden würde.“ Mit einher ging die Auffassung, dass die Branche „bessere Tools, smartere Technologie und eine intuitive Nutzererfahrung“ brauche.

Heute nutzten nach Angaben von Ratehawk mehr als 110.000 Fachleute aus der Reisebranche in über 120 Märkten die Plattform. Dazu gehören Online- wie auch klassische Reisebüros, Technologieanbieter und Veranstalter.

„Wir sind ein Risiko eingegangen und haben unsere ursprüngliche B2C-Erfahrung genutzt, um eine B2B-Plattform mit leistungsstarker Technologie, breitem Angebot und hervorragender User Experience zu entwickeln. Dieser Ansatz hat sich als erfolgreich erwiesen“, so Shpilman.

Fokus auf API-Geschäft

In den kommenden Jahren will Ratehawk die Bereiche Plattformgeschäft und API stärker verzahnen. Ziel ist es, die Rolle als Technologieanbieter für andere Unternehmen auszubauen. Dafür erweitert Ratehawk das Angebot und arbeitet an Geschwindigkeit und Stabilität der Systeme. Zudem würden eigene Ressourcen in lokalen Teams für die API-Entwicklung aufgebaut.

„Da die Qualitätsstandards steigen und die Arbeitsabläufe schneller werden, überdenken viele Unternehmen die Tools und Lieferketten, die sie nutzen“, erklärt Managing Director Astrid Kastberg. Gefragt seien mehr Effizienz, Verlässlichkeit und ein genaueres „Rate-Matching“. Dank fortschrittlicher Technologielösungen, 250.000 Direktverträgen und 350 Anbietern – darunter über 100 DMCs – biete die Ratehawk-API „genau das, was in der Branche gesucht wird“, so Kastberg.

Ausbau der Plattform und neue Produkte

Parallel entwickelt der Anbieter seine Multi-Produkt-Plattform weiter. Im Fokus stehen individuelle Reiseoptionen, mehr Flexibilität, Automatisierung und zusätzliche Zahlungsarten.

Neue Produkte sind ebenso geplant: Den Anfang machen Versicherungen. Außerdem baut Ratehawk Funktionen wie „Quotes“ weiter aus. Diese sollen Partnern helfen, Angebote automatisiert zu erstellen und Buchungen sicherer abzuschließen.

Das Welt-Tourismusforum (WTTC) prognostiziere, „dass die Reisebranche bis 2035 über 16 Billionen US-Dollar erzielen und fast zwölf Prozent des globalen BIP ausmachen wird“, so Kastberg. Bei Ratehawk ist man diesbezüglich überzeugt, „dass Fachleute aus der Reisebranche maßgeblich zu diesem Wachstum beitragen werden. Wir sind entschlossen, sie dabei zu unterstützen“, sagt Kastberg.

Künstliche Intelligenz im Betrieb

Ratehawk investiert in KI-gestützte Systeme, um Prozesse zu automatisieren. Dazu gehören eine intelligente Suche und Empfehlungssysteme. Im Kundenservice bearbeiten Tools auf Basis von Agentic AI rund 50 Prozent der Routineanfragen. Das verkürze die Antwortzeiten und entlaste die Teams.

Auch bei der Angebotskonsolidierung, der Lokalisierung von Inhalten und der Erkennung von Problemen bei Buchungen setzt das Unternehmen KI ein. Ziel ist es, Fehler zu reduzieren und neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen.