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Kontrolle am Flughafen
14.04.26, 08:21 Uhr

A3M sieht keine Verschärfung bei Einreisen in die USA

Für deutsche Staatsbürger bleibt die Einreise in die USA laut A3M weitgehend unkompliziert. Intensivere Kontrollen betreffen nur Einzelfälle. Wer alle Vorgaben erfülle und konsistente Angaben mache, müsse sich aktuell keine Sorgen machen – auch nicht in puncto Social Media.

Die USA bleiben für deutsche Reisende gut erreichbar: Laut A3M verlaufen die meisten Einreisen ohne Schwierigkeiten. Foto: iStock
Die Einreise in die USA verläuft für deutsche Reisende in der Regel ohne Schwierigkeiten. Trotz Diskussionen über strengere Kontrollen sieht der Krisenmonitoring-Anbieter A3M aktuell keinen Anlass zur Sorge. Entscheidend sei, die bestehenden Vorgaben einzuhalten – wie gehabt und andernorts üblich.

„Für deutsche Staatsbürger ist das Risiko insgesamt sehr gering. Die überwiegende Mehrheit der Einreisen in die USA verläuft ohne Komplikationen“, informiert Katrin Roosens, Travel Security Analystin bei A3M.

Kontrollen und Umgang mit Social Media

Intensivere Kontrollen betreffen nach Einschätzung von A3M nur wenige Reisende. In Einzelfällen können US-Grenzbehörden verlangen, elektronische Geräte zu entsperren oder Einblick in Social-Media-Inhalte zu geben.

„Ein einzelnes Like oder eine kritische Meinungsäußerung führen in der Regel nicht zu Problemen“, sagt Roosens. „Entscheidend ist, dass keine Zweifel am Reisezweck oder an der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts entstehen. Widersprüche zwischen Social Media, Esta-Antrag und Aussagen bei der Einreise können kritisch werden.“

Esta und Einreisevoraussetzungen prüfen

Für die Einreise sind weiterhin ein gültiger biometrischer Reisepass und eine genehmigte Esta erforderlich, die spätestens 72 Stunden vor Abreise vorliegen muss.

Bestimmte Reisehistorien schließen die Nutzung von Esta aus. Dazu zählen Aufenthalte in Kuba am oder nach dem 12. Januar 2021. In diesen Fällen ist ein Visum notwendig.


Verhalten bei der Einreise

Reisende sollten ruhig, höflich und sachlich auftreten. Antworten müssen präzise sein und mit den Angaben im Esta-Antrag übereinstimmen. Zudem sollten sie ihre (erste) Unterkunft mit Anschrift benennen können und bei Bedarf ausreichende finanzielle Mittel nachweisen.

Secondary Inspection nur bei Auffälligkeiten

Eine vertiefte Kontrolle, die sogenannte Secondary Inspection, erfolgt in der Regel nur bei Auffälligkeiten. Dazu zählen widersprüchliche Angaben, ein unklarer Reisezweck oder Hinweise auf unerlaubte Erwerbstätigkeit. Auch hier gilt: kooperativ bleiben und Diskussionen vermeiden.

Option zur schnelleren Abfertigung

Wer Wartezeiten verkürzen will, kann unter bestimmten Voraussetzungen die Mobile Passport Control App nutzen. Das gilt für Reisende, die bereits zuvor im Rahmen des Visa Waiver Programs in die USA eingereist sind.

Hinweise für Geschäftsreisende

Geschäftsreisende sollten sensible Daten nicht lokal auf Geräten speichern, sondern in gesicherten Cloud-Systemen ablegen. Eine englischsprachige Bestätigung des Arbeitgebers kann den geschäftlichen Reisezweck belegen.

Keine kurzfristigen Änderungen erwartet

Mögliche Verschärfungen beim Esta-Verfahren werden diskutiert, sind aber nicht beschlossen. Änderungen wären frühestens ab Mitte 2026 zu erwarten.

„Auch im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sehen wir derzeit keine grundlegende Verschärfung“, sagt Roosens. „Die US-Behörden haben ein großes Interesse an einem reibungslosen Ablauf. Wer glaubhaft touristische Zwecke nachweisen kann, muss sich nach jetzigem Stand keine Sorgen machen.“