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Forschung und Reisen
13.04.26, 11:57 Uhr

HX meldet Rekordsaison in der Antarktis

Der Expeditionsspezialist blickt auf seine bis dato erfolgreichste Antarktis-Saison zurück. 34 Reisen hat HX 2025/2026 durchgeführt. Neben steigender Nachfrage nach Suiten ist auch das Angebot an Aktivitäten gewachsen. Gleichzeitig beteiligten sich Gäste stärker an Forschungs- und Nachhaltigkeitsprojekten.

Expeditionsschiff von HX in der Antarktis: Die Nachfrage nach Reisen in die Polarregion steigt, gleichzeitig baut der Anbieter sein Angebot und wissenschaftliches Engagement weiter aus. Foto: HX/Ted Gatlin
Der Expeditionsspezialist HX meldet für den Zeitraum von Oktober 2025 bis März 2026 die erfolgreichste Antarktis-Saison der Unternehmensgeschichte. Der Anbieter hat 34 Expeditions-Seereisen durchgeführt und dabei Tausende Gäste begrüßt.

Die Nachfrage nach höherwertigen Kabinen sei gestiegen, die Zahl der Suiten-Buchungen weltweit um fünf Prozent gegenüber 2025 gewachsen. In einzelnen Destinationen betrug das Suiten-Plus sogar bis zu 80 Prozent.

Zudem sind die Kajakkapazitäten um 188 Prozent gestiegen, die Campingmöglichkeiten haben sich verdoppelt.

Wissenschaft als zentraler Bestandteil

Die Saison war stark von wissenschaftlichen Projekten geprägt. HX stellte 1.801 Übernachtungen für Gastforscher zur Verfügung.

HX-Passagieren haben sich aktiv an Forschungsprojekten beteiligt, 2.250 Checklisten bei der Vogel-Datenbank eBird eingereicht und 1.111 Beiträge über Happywhale geliefert, einer Plattform zur Identifikation und Nachverfolgung von Walen.

Nachhaltigkeitsinitiative mit Spendenwirkung

Das Nachhaltigkeitsprogramm „Green Stay“ verzeichnete knapp 28.000 Übernachtungen. Gäste verzichten dabei auf Kabinenservice und HX spendet Einsparungen im Gegenzug an die eigene Stiftung. Insgesamt sind so fast 125.000 Euro für Projekte in Naturschutz, gegen Plastikverschmutzung und für lokale Initiativen zusammengekommen.

Mehr als 2.300 Passagiere haben am begleitenden Lernprogramm der Universität von Tasmanien teilgenommen. Das entspricht über 4.600 Stunden Lernzeit.
 
Expeditionsreisen in die Antarktis verbinden Naturerlebnis und Forschung, binden Gäste aktiv in wissenschaftliche Projekte ein und leisten so einen Beitrag zum Verständnis der sensiblen Polarregion. Fotos: HX

„Zum Abschluss der Antarktis-Saison 2025/2026 bin ich stolz darauf, dass unser Wissenschafts- und Bildungsprogramm den Wissenschaftlern auch in dieser Saison wieder den Zugang zu abgelegenen Gebieten ermöglicht und gleichzeitig die Gäste direkt in den Prozess einbezogen hat“, resümiert Verena Meraldi, leitende Wissenschaftlerin bei HX.

Verbindung von Forschung und Reisen

Ein Highlight sei für sie „die Zusammenarbeit mit Dr. Manuel Novillo“ gewesen, bei der mit Unterwasserdrohnen „das seltene Laichverhalten des antarktischen Schwarzflossen-Eisfisches in der Nähe von Danco Island“ dokumentiert wurde. „Die Aufzeichnung dieser Momente vor Ort liefert wertvolle Einblicke in kritische Lebensräume, die noch weitgehend unbekannt sind“, so Meraldi. Das zeige „eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Expeditionsreisen die Wissenschaft in einer sich schnell verändernden antarktischen Umwelt aktiv unterstützen.“

​„Dies war eine außergewöhnliche Saison“, ist auch das Fazit von HX-Chef Gebhard Rainer – „nicht nur hinsichtlich der Gästezahlen und der Zufriedenheit, sondern auch in Bezug auf das Ausmaß des wissenschaftlichen Engagements und verantwortungsbewusster Reisepraktiken.“

Strenge Regeln und wachsender Anspruch

Alle Reisen folgen den Vorgaben der IAATO, dem internationalen Dachverband von Antarktis-Veranstaltern. Dazu gehören begrenzte Landgänge, Mindestabstände zu Tieren, Biosicherheitsmaßnahmen sowie kleine Gruppen und festgelegte Besucherzahlen pro Tag.

„Unser Fokus liegt und wird immer darauf liegen, sicherzustellen, dass die Antarktis für künftige Generationen geschützt bleibt“, sagt HX-Chef Gebhard Rainer. Die Saison sende eine klare Botschaft: „Hochwertige Expeditionsreisen und konsequenter Umweltschutz können und müssen Hand in Hand gehen.“

Verbesserungen rund um die Reise

HX hat zuletzt das Angebot vor und nach der Expedition ausgebaut:
  • Vor der Abreise profitieren Gäste von späteren Abflügen ab Buenos Aires und Frühstückspaketen für den Transfer. Die Charterflüge erfolgen mit neuen A321-Maschinen von Jet Smart. An Bord ergänzt HX das Angebot um zusätzliche Services und lokale Spezialitäten.
  • Nach der Rückkehr stehen spätere Flüge zur Verfügung, um mehr Zeit in Ushuaia zu ermöglichen. Gäste erhalten Karten für eigene Erkundungen sowie Mittagspakete mit regionalen Produkten.
Suiten-Gäste erhalten weitere zusätzliche Leistungen: Dazu gehören Begrüßungsgetränke in Buenos Aires, Zugang zum Arakur Ushuaia Resort & Spa und zur VIP-Lounge am Flughafen Ushuaia.