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Arbeitskampf am Freitag
08.04.26, 16:58 Uhr

Kabinengewerkschaft ruft zu großem Lufthansa-Streik auf

Ein Streik des Kabinenpersonals trifft am Freitag Lufthansa und City Line. Neun Flughäfen sind betroffen. Auslöser ist ein Streit um einen Sozialplan. Für den Vertrieb entsteht kurzfristiger Anpassungsbedarf, da insbesondere Zubringerflüge im Lufthansa-Netz ausfallen können.

Das Kabinenpersonal von Lufthansa und City Line streikt am Freitag von 00:01 bis 22:00 Uhr. Foto: iStock/Boarding1Now
Das Kabinenpersonal der Lufthansa sowie der Zubringertochter City Line streikt am Freitag von 00:01 bis 22:00 Uhr. Betroffen sind neun deutsche Flughäfen: Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Der Aufruf kommt von der Kabinengewerkschaft Ufo.

Streit um Sozialplan

Im Mittelpunkt steht ein tariflicher Sozialplan für die City-Line-Beschäftigten. Ufo kritisiert das Management diesbezüglich scharf. Die Geschäftsführung weigere sich, „überhaupt Verhandlungen zu unseren Forderungen zu einem tariflichen Sozialplan mit uns aufzunehmen, auf unsere Forderungen einzugehen oder zumindest ein verhandlungsfähiges Angebot zu einem tariflichen Sozialplan zu unterbreiten“.

Ein Warnstreik im Februar sei ohne Ergebnis geblieben. In einer Urabstimmung sprachen sich anschließend mehr als 98 Prozent der Mitglieder für Arbeitskampfmaßnahmen aus.

Breiter Streikaufruf

Bemerkenswert ist die Reichweite des Streikaufrufs: Ufo schließt ausdrücklich nicht nur Flugdienste ein, sondern auch Bereitschaftsdienste, Deadhead-Reisen, Groundtransporte sowie alle Bodendienstverpflichtungen des Kabinenpersonals an sämtlichen deutschen Standorten

Die Gewerkschaft nennt die Entscheidung unausweichlich: „Wir bedauern diesen Schritt sehr, doch sehen wir keinen anderen Weg mehr, als auf diese Weise unsere Tarifforderung durchzusetzen“.

Folgen für den Vertrieb

Für Reisebüros, Veranstalter und Travel Manager entsteht kurzfristiger Anpassungsbedarf. City Line übernimmt zahlreiche Zubringerflüge im Lufthansa-Netz, vor allem auf Kurzstrecken ab den großen Drehkreuzen. Buchungen für den 10. April sollten geprüft und möglichst umgebucht werden.

Der Streik fällt noch in die Osterreisezeit. Daher ist mit erhöhtem Umbuchungsvolumen und eingeschränkter Verfügbarkeit auf alternativen Flügen zu rechnen.