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Praktischen Hinweise
29.03.26, 11:28 Uhr

Sunny Cars informiert über Umweltzonen in EU-Reiseländern

Wer mit dem Auto durch Europa reist, stößt schnell auf Umweltzonen. Sunny Cars macht darauf aufmerksam, dass unterschiedliche Regeln gelten und gegebenenfalls eine Registrierung nötig ist. Verstöße können teuer werden. Ein Überblick zu wichtigen Ländern und Vorschriften.

Wer mit dem Auto durch Europa reist, stößt schnell auf Umweltzonen, wie hier in Rom. iStock/BalkansCat
Umweltzonen in vielen europäischen Städten beschränken die Einfahrt für Fahrzeuge und erfordern oft spezielle Plaketten oder Registrierungen – auch für Mietwagen. Darauf weist der Ferienautovermittler Sunny Cars hin.

Was Umweltzonen regeln

Umweltzonen sind Stadtbereiche, in denen nur Fahrzeuge mit bestimmten Abgaswerten fahren dürfen. Ziel ist es, die Luftqualität zu verbessern. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Land und sind durch Verkehrszeichen gekennzeichnet.

In Deutschland, Frankreich und Italien gehören solche Zonen zum Alltag. Wer ohne gültige Kennzeichnung einfährt, muss mit Bußgeldern rechnen. Reisende sollten sich deshalb vorab über die Vorschriften informieren.

Regelungen in wichtigen Reiseländern
  • In Belgien gibt es Umweltzonen in Städten wie Antwerpen, Brüssel und Gent. Diese Low-Emission-Zones orientieren sich an der Euro-Abgasnorm der Fahrzeuge. Auch Fahrzeuge mit passenden Werten müssen bei ausländischem Kennzeichen vorab kostenlos registriert werden. Die Kontrolle erfolgt meist über Kameras, Verstöße führen zu Bußgeldern.
  • Frankreich hat Umweltzonen in allen Städten mit mehr als 150.000 Einwohnern eingerichtet. Für die Einfahrt ist die Umweltplakette „Crit’Air“ erforderlich. Sie ordnet Fahrzeuge in Klassen von eins bis fünf ein. Je nach Stadt dürfen nur bestimmte Klassen fahren. In Paris etwa sind nur Fahrzeuge mit den Plaketten eins und zwei zugelassen.
  • Italien kennt keine klassischen Umweltzonen, setzt aber auf sogenannte Zone a Traffico Limitato, ZTL-Zonen. Diese verkehrsbeschränkten Bereiche liegen häufig in historischen Innenstädten, etwa in Rom oder Pisa, und schließen den Autoverkehr weitgehend aus. Die Beschilderung ist oft unauffällig, die Überwachung erfolgt per Kamera. Wer unerlaubt einfährt, erhält ein Bußgeld. Ausnahmen, etwa für Hotelgäste, müssen vorab über das Hotel beantragt werden.
  • In den Niederlanden existieren „Milieuzones“ in Städten wie Amsterdam, Arnhem, Den Haag und Utrecht. Sie betreffen vor allem Diesel-Fahrzeuge. Ob ein Fahrzeug einfahren darf, hängt von der Euro-Norm ab, während andere Antriebe meist zugelassen sind.
  • In Spanien gibt es Zonas de Bajas Emisiones (ZBE) in stark belasteten Innenstädten. Häufig kommt das Umweltlabel der Verkehrsbehörde DGT zum Einsatz, das Fahrzeuge in vier Emissionsklassen einteilt. Die Kontrolle erfolgt ebenfalls oft automatisch. Details zu Zeiten, Ausnahmen und Bußgeldern regeln die Städte selbst.
Bußgelder bei Verstößen

Verstöße gegen Umweltzonen werden in Europa unterschiedlich geahndet. In Frankreich liegen die Strafen je nach Fahrzeug und Zone zwischen 68 und 375 Euro. In Italien werden unerlaubte Fahrten in ZTL-Zonen meist mit etwa 83 bis 332 Euro bestraft. In Spanien setzen viele Städte für Verstöße rund 200 Euro an.

Besonderheiten bei Mietwagen

Viele Mietwagen sind bereits mit den erforderlichen Umweltplaketten ausgestattet. Zusätzliche Kosten entstehen in diesen Fällen in der Regel nicht. Es empfiehlt sich dennoch, vor der Fahrzeugübernahme nachzufragen. Fehlt eine vorgeschriebene Plakette, müssen Mieter diese selbst besorgen und bezahlen.

Vorbereitung für die Reise

Eine gute Vorbereitung hilft, Probleme zu vermeiden. Sunny Cars empfiehlt Reisenden, sich vorab über Umweltzonen am Ziel zu informieren, aktuelle Karten oder Apps zu nutzen und zu prüfen, ob der Mietwagen korrekt gekennzeichnet ist. Auch alternative Routen können sinnvoll sein. Zudem sollten alle Fahrzeugunterlagen für mögliche Kontrollen griffbereit sein.