Per Smartphone-App13.03.26, 14:38 Uhr
Urlauber können Delfin-Sichtungen in Kroatien per App melden
Mit einer App können Urlauber in Kroatien beim Schutz der letzten Adria-Delfine helfen. Reisende können Sichtungen der Tiere melden und so Daten für Forschung und Schutzprogramme liefern. Gleichzeitig informiert das Projekt über Verhaltensregeln im Umgang mit den Meeressäugern.

Delfine vor der kroatischen Küste: Reisende können Sichtungen per App melden und so Daten für die Forschung und den Schutz der stark geschrumpften Population liefern. Foto: iStock/tpicka
Zum Start der Urlaubssaison 2026 ruft die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) Reisende an der kroatischen Adriaküste dazu auf, Delfinsichtungen per Smartphone-App zu melden. Die Beobachtungen sollen helfen, mehr über die gefährdete Population der Großen Tümmler zu erfahren und Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Urlaubsgäste können Sichtungen direkt vom Boot, vom Kajak oder vom Ufer aus melden. Die Smartphone-App des Schutzprojekts „Rettung der letzten Adria-Delfine“ erfasst Position, Uhrzeit, Anzahl der Tiere und ihr Verhalten. Fotos oder Videos können ergänzt werden. Die gesammelten Daten werden an die Internationale Walfangkommission (IWC) weitergeleitet und wissenschaftlich ausgewertet.
„Jede gemeldete Sichtung hilft uns, die Verbreitung der Delfine besser zu verstehen, sensible Lebensräume zu identifizieren und gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln“, sagt GRD-Mitarbeiter Mathias Hansen.
Die Meldungen ergänzen seit Jahren weitere Erhebungen zur Population und liefern Informationen über Bestand, Verbreitung und Verhalten der Meeressäuger vor Kroatien.
Nur noch wenige Delfine in der kroatischen Adria
Die Zahl der Tiere ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Bis in die 1960er-Jahre lebten noch mehrere Tausend Delfine in der kroatischen Adria. Heute sind es nur noch etwa 250 bis 300 Große Tümmler.
Seit mehr als 25 Jahren arbeitet die Münchner Delfinschutzorganisation gemeinsam mit Partnern der tierärztlichen Fakultät der Universität Zagreb an dem Schutzprojekt für die letzten Adria-Delfine.
Schiffsverkehr und Beobachtungstouren als Risiko
Zu den größten Gefahren für die Tiere zählen Fischerei, Beifang und der zunehmende Schiffsverkehr. Auch unkontrollierte Delfinbeobachtungstouren können problematisch sein. Werden Delfine verfolgt oder von mehreren Booten gleichzeitig umringt, geraten sie unter Stress. Zudem können Propeller schwere Verletzungen verursachen.
Die Organisation wirbt deshalb für klare Verhaltensregeln bei Begegnungen mit den Tieren.
Respektvolle Beobachtung auf dem Wasser
Boote sollten sich Delfinen nur langsam nähern und möglichst parallel zu einer Gruppe fahren. Wichtig ist außerdem, Abstand zu halten und den Tieren ausreichend Freiraum zu lassen. Schwimmen mit Delfinen, Füttern oder Berühren der Tiere sollten unterbleiben. Auch längere Verfolgungen der Tiere sollten vermieden werden.
Mit dem Aufruf will die GRD zu Beginn der Urlaubssaison insbesondere Reisende in Istrien, der Kvarner Bucht und entlang der dalmatinischen Küste für einen respektvollen Umgang mit den Meeressäugern sensibilisieren. Gleichzeitig sollen Urlaubsgäste als Bürgerforschende in die Datensammlung eingebunden werden.
Urlaubsgäste können Sichtungen direkt vom Boot, vom Kajak oder vom Ufer aus melden. Die Smartphone-App des Schutzprojekts „Rettung der letzten Adria-Delfine“ erfasst Position, Uhrzeit, Anzahl der Tiere und ihr Verhalten. Fotos oder Videos können ergänzt werden. Die gesammelten Daten werden an die Internationale Walfangkommission (IWC) weitergeleitet und wissenschaftlich ausgewertet.
„Jede gemeldete Sichtung hilft uns, die Verbreitung der Delfine besser zu verstehen, sensible Lebensräume zu identifizieren und gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln“, sagt GRD-Mitarbeiter Mathias Hansen.
Die Meldungen ergänzen seit Jahren weitere Erhebungen zur Population und liefern Informationen über Bestand, Verbreitung und Verhalten der Meeressäuger vor Kroatien.
Nur noch wenige Delfine in der kroatischen Adria
Die Zahl der Tiere ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Bis in die 1960er-Jahre lebten noch mehrere Tausend Delfine in der kroatischen Adria. Heute sind es nur noch etwa 250 bis 300 Große Tümmler.
Seit mehr als 25 Jahren arbeitet die Münchner Delfinschutzorganisation gemeinsam mit Partnern der tierärztlichen Fakultät der Universität Zagreb an dem Schutzprojekt für die letzten Adria-Delfine.
Schiffsverkehr und Beobachtungstouren als Risiko
Zu den größten Gefahren für die Tiere zählen Fischerei, Beifang und der zunehmende Schiffsverkehr. Auch unkontrollierte Delfinbeobachtungstouren können problematisch sein. Werden Delfine verfolgt oder von mehreren Booten gleichzeitig umringt, geraten sie unter Stress. Zudem können Propeller schwere Verletzungen verursachen.
Die Organisation wirbt deshalb für klare Verhaltensregeln bei Begegnungen mit den Tieren.
Respektvolle Beobachtung auf dem Wasser
Boote sollten sich Delfinen nur langsam nähern und möglichst parallel zu einer Gruppe fahren. Wichtig ist außerdem, Abstand zu halten und den Tieren ausreichend Freiraum zu lassen. Schwimmen mit Delfinen, Füttern oder Berühren der Tiere sollten unterbleiben. Auch längere Verfolgungen der Tiere sollten vermieden werden.
Mit dem Aufruf will die GRD zu Beginn der Urlaubssaison insbesondere Reisende in Istrien, der Kvarner Bucht und entlang der dalmatinischen Küste für einen respektvollen Umgang mit den Meeressäugern sensibilisieren. Gleichzeitig sollen Urlaubsgäste als Bürgerforschende in die Datensammlung eingebunden werden.

