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Touristisches Profil
09.03.26, 13:19 Uhr

Sarawak stellt neue Erlebnisangebote für Borneo-Reisen vor

Die Nachfrage europäischer Reisender nach Borneo wächst. Der malaysische Bundesstaat Sarawak, Tor zu Borneo, hat auf der ITB neue Erlebnisangebote vorgestellt. Im Fokus stehen mehrtägige Flussreisen auf dem Rajang River sowie der Niah-Nationalpark, der seit 2024 zum Unesco-Welterbe gehört.

Mit neuen Flussreisen und einem Unesco-Welterbe will Sarawak mehr internationale Gäste nach Borneo bringen. Foto: Sarawak Tourism Board
Der malaysische Bundesstaat Sarawak auf Borneo hat auf der ITB 2026 der internationalen Reisebranche neue Erlebnisangebote vorgestellt. Im Mittelpunkt standen Flussreisen auf dem Rajang River sowie der Niah-Nationalpark, der seit 2024 zum Unesco-Welterbe gehört.

Sarawak präsentierte sich in Berlin im Rahmen des Visit Malaysia Year 2026 und positionierte sich erneut als Zugang zur Insel Borneo für internationale Reisende. Während der Messetage trafen Vertreter des Bundesstaates Reiseveranstalter, Medien und Branchenpartner zu B2B-Gesprächen, Destinationspräsentationen und Medienterminen. 

„Menschen reisen heute nicht mehr nur, um Orte zu sehen. Sie reisen, um etwas zu fühlen und um mit Kultur, Natur und Gemeinschaften in Kontakt zu treten“, ist Dato Dennis Ngau, Chairman des Sarawak Tourism Board, überzeugt. „Sarawak ist darauf seit jeher vorbereitet, denn unser Tourismus ist von unserer Identität geprägt – nicht von Trends“, wirbt Ngau.

Rajang River wird neue Erlebnisroute

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts war die Vorstellung neuer Flussreisen auf dem Rajang River. Der längste Fluss Malaysias soll künftig als touristische Route in das Inselinnere Borneos führen.

Die mehrtägigen Fahrten starten in Sibu und dauern acht Tage und sieben Nächte. Die Routen führen entlang von Flussgemeinden, historischen Städten und Warenhäfen sowie durch Regenwald- und Mangrovenlandschaften. Ergänzt werden die Programme durch kürzere Sunset-Cruises in Kuching und Sibu. Sie geben Einblicke in das Leben entlang des Flusses, koloniale Architektur am Ufer und das städtische Kulturerbe.

Mit den neuen Angeboten greift Sarawak historische Handelsrouten auf und überträgt sie in touristische Reiseprogramme. Die Wasserwege spielen bis heute eine zentrale Rolle für Kultur und Alltag in der Region.

Niah-Nationalpark als zweites Unesco-Welterbe

Neben den Flussreisen hat Sarawak auch den Niah-Nationalpark vorgestellt. Die Höhlenlandschaft wurde im Juli 2024 als zweite Stätte des Bundesstaates in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen.

Archäologische Funde belegen eine menschliche Besiedlung der Kalksteinhöhlen vor rund 65.000 Jahren. Dazu gehören paläolithische Bestattungen, Steinwerkzeuge und weitere Artefakte früher Kulturen. Der Nationalpark liegt in einem geschützten Regenwaldgebiet und verbindet archäologische Bedeutung mit hoher biologischer Vielfalt.

Deutlich mehr Besucher aus Europa

Sarawak registriert nach eigenen Angaben eine wachsende Nachfrage aus Europa. Im Jahr 2025 kamen rund 57.000 Besucher aus europäischen Ländern in den Bundesstaat. Aus Deutschland reisten gut 7.500 Gäste an, was einem Zuwachs von 36,5 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Erlebnisse entlang der CANFF-Säulen

Neben den beiden Hauptthemen hat Sarawak auf der Messe weitere Angebote aus dem Erlebnis- und Naturtourismus vorgestellt. Dazu gehören Community-Based-Tourism-Programme, Aktivitäten in den Nationalparks sowie kulinarische Angebote rund um Kuching. Die Stadt trägt den Titel Unesco Creative City of Gastronomy. Das touristische Programm orientiert sich laut Sarawak Tourism Board an fünf thematischen Säulen: Culture, Adventure, Nature, Food und Festivals (CANFF).

Mit diesem Ansatz will der Bundesstaat sein Profil als erlebnisorientiertes Fernreiseziel im europäischen Markt stärken.