Reise-Ideen für die irische Insel28.01.26, 13:45 Uhr
Derry-Londonderry dient als Drehscheibe für Irland-Entdecker
Derry-Londonderry war einst ein zentraler Brennpunkt des Nordirlandkonflikts – heute lädt die Stadt mit Geschichte zum Anfassen und lebendiger Kulturszene zum Innehalten und Weiterreisen ein. Von hier aus lassen sich Nordirland und der irische Nordwesten entspannt auf Tagestouren erkunden.

Die nordirische Stadt Derry-Londonderry dient als Hub für Touren zu irischer Geschichte, wilden Küsten und stiller Natur. Foto: iStock/Joaquin Ossorio-Castillo
Derry-Londonderry im Nordwesten Nordirlands ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge an die Küsten der irischen Insel. Dafür wirbt die Tourismusbehörde Tourism Ireland. Von dort aus ließen sich sowohl Ziele in Nordirland als auch in der Republik Irland unkompliziert erreichen. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, sollte bei der Buchung darauf achten, dass der Versicherungsschutz in beiden Ländern – Irland und Großbritannien – gilt.
Die Stadt bietet sich als feste Basis für Tagestouren an. So lässt sich die Umgebung erkunden, ohne täglich die Unterkunft zu wechseln. Abends kehrt man zurück in die belebte Altstadt mit traditionellen Pubs, internationalen Restaurants sowie einer Auswahl an Hotels und B&Bs.
Spaziergang auf der Stadtmauer
Zum Einstieg empfiehlt sich ein Tag in Derry-Londonderry. Die Stadt ist über Dublin oder Belfast mit Bus und Bahn erreichbar. Sie gilt als einzige Stadt der Insel mit vollständig erhaltener Stadtmauer. Ein Rundgang – geführt oder individuell – eröffnet Einblicke in verschiedene Stadtteile wie Bogside oder The Fountain und vermittelt einen Überblick über die wechselvolle Geschichte.
Derry-Londonderry spielte eine zentrale Rolle im Nordirland-Konflikt. Im Viertel Bogside informieren Wandgemälde und das Peacemakers Museum über diese Zeit. Ein Symbol des Friedens ist die 2011 eröffnete Peace Bridge über den River Foyle.
Entlang der Küste nach Castlerock
Eine landschaftlich reizvolle Zugstrecke verbindet Derry-Londonderry mit Coleraine. Besonders lohnend ist ein Abstecher nach Castlerock. Die Strecke führt entlang der Küste durch die Landschaft von Binevenagh, die als „Area of Outstanding Natural Beauty“ (AONB) ausgewiesen ist.
Vom Bahnhof Castlerock ist der Downhill Strand zu Fuß erreichbar. Alternativ lässt sich die Region mit dem Auto erkunden. Wanderungen oder Ausritte, etwa bei Crindle Stables, bieten weitere Erlebnismöglichkeiten. Von Aussichtspunkten am Berg Binevenagh reicht der Blick weit über die Küstenlandschaft.
Über die Grenze nach Donegal
Unmittelbar südwestlich der Stadt beginnt auf der irischen Seite der Wild Atlantic Way. Der bekannte Küstenroutenverlauf startet im Ort Muff. Zuvor lohnt ein Stopp am Grianan of Aileach, einem über 1.000 Jahre alten Ringfort in Donegal mit weiter Aussicht.
Die Halbinsel Inishowen bildet den Auftakt des Wild Atlantic Way. Ihr nördlichster Punkt ist Malin Head. Die Rundtour über die Halbinsel misst etwa 200 Kilometer und lässt sich als Tagesausflug absolvieren. Sehenswert sind unter anderem das Freilichtmuseum Doagh Famine Village, der Five Finger Strand und der Glenevin-Wasserfall.
Highlights an der Causeway Coast
In östlicher Richtung führt die Causeway Coastal Route bis zum Giant’s Causeway. Die Strecke verläuft über landschaftlich reizvolle Küstenstraßen und bietet zahlreiche Stopps: etwa die Ruine Dunluce Castle, das Seebad Portrush oder den Mussenden Temple oberhalb des Downhill Strands. Je nach gewählter Route sollten rund 150 bis 200 Kilometer eingeplant werden.
Abschied in der Walled City
Zum Ausklang lädt Derry-Londonderry erneut zu einem Stadtspaziergang ein. Wer auf der Suche nach Souvenirs ist, wird im Craft Village mit nachgebildeten Reetdachhäusern fündig. Naturfreunde überqueren noch einmal die Peace Bridge und folgen dem River Foyle zum St. Columb’s Park mit seinem historischen Walled Garden.
Abstecher in die Sperrin Mountains
Südlich der Stadt liegt mit den Sperrin Mountains ein weiteres geschütztes Naturgebiet Nordirlands. Die Gletscherlandschaft bei Omagh ist Teil eines „Dark Sky Parks“ und eignet sich für Wanderungen und nächtliche Sternenbeobachtung. Entlang der Wanderwege finden sich Steinkreise und Holzskulpturen. Übernachten lässt sich unter anderem in Glamping-Unterkünften wie Sperrin View Glamping.
Hintergrund zur Stadt
Derry-Londonderry zählt rund 85.000 Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt Nordirlands. Die Anreise erfolgt über den Flughafen Dublin, mit dem Zug via Belfast oder über einen Regionalflughafen mit Umstieg in Dublin oder Großbritannien.
Der Doppelname der Stadt verweist auf politische Spannungen: Republikaner sprechen meist von Derry, während Unionisten die Bezeichnung Londonderry verwenden. Die Stadt liegt in der gleichnamigen Grafschaft nahe der Grenze zur Republik Irland.
Die Stadt bietet sich als feste Basis für Tagestouren an. So lässt sich die Umgebung erkunden, ohne täglich die Unterkunft zu wechseln. Abends kehrt man zurück in die belebte Altstadt mit traditionellen Pubs, internationalen Restaurants sowie einer Auswahl an Hotels und B&Bs.
Spaziergang auf der Stadtmauer
Zum Einstieg empfiehlt sich ein Tag in Derry-Londonderry. Die Stadt ist über Dublin oder Belfast mit Bus und Bahn erreichbar. Sie gilt als einzige Stadt der Insel mit vollständig erhaltener Stadtmauer. Ein Rundgang – geführt oder individuell – eröffnet Einblicke in verschiedene Stadtteile wie Bogside oder The Fountain und vermittelt einen Überblick über die wechselvolle Geschichte.
Derry-Londonderry spielte eine zentrale Rolle im Nordirland-Konflikt. Im Viertel Bogside informieren Wandgemälde und das Peacemakers Museum über diese Zeit. Ein Symbol des Friedens ist die 2011 eröffnete Peace Bridge über den River Foyle.
Entlang der Küste nach Castlerock
Eine landschaftlich reizvolle Zugstrecke verbindet Derry-Londonderry mit Coleraine. Besonders lohnend ist ein Abstecher nach Castlerock. Die Strecke führt entlang der Küste durch die Landschaft von Binevenagh, die als „Area of Outstanding Natural Beauty“ (AONB) ausgewiesen ist.
Vom Bahnhof Castlerock ist der Downhill Strand zu Fuß erreichbar. Alternativ lässt sich die Region mit dem Auto erkunden. Wanderungen oder Ausritte, etwa bei Crindle Stables, bieten weitere Erlebnismöglichkeiten. Von Aussichtspunkten am Berg Binevenagh reicht der Blick weit über die Küstenlandschaft.
Über die Grenze nach Donegal
Unmittelbar südwestlich der Stadt beginnt auf der irischen Seite der Wild Atlantic Way. Der bekannte Küstenroutenverlauf startet im Ort Muff. Zuvor lohnt ein Stopp am Grianan of Aileach, einem über 1.000 Jahre alten Ringfort in Donegal mit weiter Aussicht.
Die Halbinsel Inishowen bildet den Auftakt des Wild Atlantic Way. Ihr nördlichster Punkt ist Malin Head. Die Rundtour über die Halbinsel misst etwa 200 Kilometer und lässt sich als Tagesausflug absolvieren. Sehenswert sind unter anderem das Freilichtmuseum Doagh Famine Village, der Five Finger Strand und der Glenevin-Wasserfall.
Highlights an der Causeway Coast
In östlicher Richtung führt die Causeway Coastal Route bis zum Giant’s Causeway. Die Strecke verläuft über landschaftlich reizvolle Küstenstraßen und bietet zahlreiche Stopps: etwa die Ruine Dunluce Castle, das Seebad Portrush oder den Mussenden Temple oberhalb des Downhill Strands. Je nach gewählter Route sollten rund 150 bis 200 Kilometer eingeplant werden.
Abschied in der Walled City
Zum Ausklang lädt Derry-Londonderry erneut zu einem Stadtspaziergang ein. Wer auf der Suche nach Souvenirs ist, wird im Craft Village mit nachgebildeten Reetdachhäusern fündig. Naturfreunde überqueren noch einmal die Peace Bridge und folgen dem River Foyle zum St. Columb’s Park mit seinem historischen Walled Garden.
Abstecher in die Sperrin Mountains
Südlich der Stadt liegt mit den Sperrin Mountains ein weiteres geschütztes Naturgebiet Nordirlands. Die Gletscherlandschaft bei Omagh ist Teil eines „Dark Sky Parks“ und eignet sich für Wanderungen und nächtliche Sternenbeobachtung. Entlang der Wanderwege finden sich Steinkreise und Holzskulpturen. Übernachten lässt sich unter anderem in Glamping-Unterkünften wie Sperrin View Glamping.
Hintergrund zur Stadt
Derry-Londonderry zählt rund 85.000 Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt Nordirlands. Die Anreise erfolgt über den Flughafen Dublin, mit dem Zug via Belfast oder über einen Regionalflughafen mit Umstieg in Dublin oder Großbritannien.
Der Doppelname der Stadt verweist auf politische Spannungen: Republikaner sprechen meist von Derry, während Unionisten die Bezeichnung Londonderry verwenden. Die Stadt liegt in der gleichnamigen Grafschaft nahe der Grenze zur Republik Irland.

