Internationale Reiseströme 202504.12.25, 07:32 Uhr
Afrika legt beim Tourismus global am stärksten zu
Die Reisewirtschaft in Afrika nimmt weiter Fahrt auf: Die Zahl der internationalen Gäste steigt kräftig, begleitet von einem Investitionsboom. Zahlreiche Infrastruktur-Projekte sorgen für touristischen Rückenwind.

Neue Projekte, internationale Aufmerksamkeit und stabile Wachstumsraten: Afrika – hier Angolas Hauptstadt Luanda – rückt weiter in den Fokus der globalen Reiseindustrie. Foto: iStock/EyeEm Mobile GmbH
Afrika bleibt 2025 die weltweit am stärksten wachsende Tourismusregion. Die internationalen Ankünfte sind laut der Tourismusorganisation der Vereinten Nationen im ersten Halbjahr um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Bereits im ersten Quartal lag das Plus bei neu Prozent und damit rund 16 Prozent über dem Vorkrisenniveau.
Den stärksten Zuwachs verzeichneten Nordafrika mit plus 14 Prozent und Subsahara-Afrika mit plus elf Prozent. Auch bis Ende des dritten Quartals hielt der positive Trend an.
Investitionen treiben touristische Entwicklung
Parallel zum Gästezuwachs sind auch die Investitionen gestiegen. Zwischen 2019 und 2024 wurden insgesamt 105 neue Tourismusprojekte von Grund auf geplant oder begonnen, mit einem Gesamtvolumen von 6,6 Milliarden US-Dollar. Diese sollen mehr als 15.000 direkte Arbeitsplätze schaffen.
Besonders stark investieren internationale Akteure in Länder wie Marokko, Südafrika, Tansania, Tunesien, Kenia und Nigeria. Aber auch Staaten wie Angola, Senegal, Äthiopien, Ghana, Ruanda und die Côte d’Ivoire rücken zunehmend in den Fokus.
„Afrikanische Reiseziele gewinnen spürbar an Momentum, befeuert durch gezielte Investitionen in Infrastruktur, Ausbildung und nachhaltige Tourismusprojekte“, sagt Hanna Kleber, Vorsitzende der Initiative Voice 4 Africa. „Internationale Akteure erkennen die Chancen, und afrikanische Staaten schaffen zunehmend die Rahmenbedingungen für ein dynamisches und nachhaltiges Wachstum.“
Etwa 90 Prozent der Investitionen fließen in den Hotelsektor. Große Infrastrukturprojekte wie der neue Angola-Flughafen Dr. António Agostinho Neto (NBJ) in Luanda, sollen Investitionen von 2,8 Milliarden US-Dollar mobilisieren und die regionale Konnektivität stärken.
Luftfahrt und Bahntourismus als Wachstumstreiber
Alles in allem könnte Afrikas Luftverkehr bis 2035 auf 273 Millionen Passagiere wachsen. Die IATA rechnet damit, dass die Luftfahrt schon heute rund sieben bis acht Millionen Arbeitsplätze sichert und rund 63 Milliarden US-Dollar zur Wirtschaftsleistung beiträgt.
Auch die Bahninfrastruktur gewinnt touristisch an Bedeutung. Neben Luxuszügen wie dem Blue Train und Rovos Rail in Südafrika positionieren sich Länder wie Simbabwe, Kenia, Tansania und Sambia mit landschaftlich reizvollen Strecken. Der multimodale Lobito-Korridor zwischen Angola, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo gilt als vielversprechendes Projekt für Handel, Mobilität und Tourismus.
Neue touristische Angebote und Trends
Im Trend liegen naturnahe Reiseformen wie Ökotourismus und Naturschutzprojekte, die Biodiversität mit lokaler Wertschöpfung verbinden. Auch Kultur- und Kulinarikreisen, Wellness- und Sporttourismus sowie der MICE-Bereich in Businesszentren wie Kigali, Nairobi, Accra, Johannesburg und Kapstadt gewinnen an Relevanz. Investitionen in Häfen fördern zudem den Küstentourismus.
Laut Voice4Africa bieten demografisches Wachstum, politische Reformen und wirtschaftliche Dynamik gute Voraussetzungen für langfristige Tourismusentwicklung. Investoren, die auf Nachhaltigkeit, Qualifikation und partnerschaftliche Strukturen setzen, können davon profitieren.
Den stärksten Zuwachs verzeichneten Nordafrika mit plus 14 Prozent und Subsahara-Afrika mit plus elf Prozent. Auch bis Ende des dritten Quartals hielt der positive Trend an.
Investitionen treiben touristische Entwicklung
Parallel zum Gästezuwachs sind auch die Investitionen gestiegen. Zwischen 2019 und 2024 wurden insgesamt 105 neue Tourismusprojekte von Grund auf geplant oder begonnen, mit einem Gesamtvolumen von 6,6 Milliarden US-Dollar. Diese sollen mehr als 15.000 direkte Arbeitsplätze schaffen.
Besonders stark investieren internationale Akteure in Länder wie Marokko, Südafrika, Tansania, Tunesien, Kenia und Nigeria. Aber auch Staaten wie Angola, Senegal, Äthiopien, Ghana, Ruanda und die Côte d’Ivoire rücken zunehmend in den Fokus.
„Afrikanische Reiseziele gewinnen spürbar an Momentum, befeuert durch gezielte Investitionen in Infrastruktur, Ausbildung und nachhaltige Tourismusprojekte“, sagt Hanna Kleber, Vorsitzende der Initiative Voice 4 Africa. „Internationale Akteure erkennen die Chancen, und afrikanische Staaten schaffen zunehmend die Rahmenbedingungen für ein dynamisches und nachhaltiges Wachstum.“
Etwa 90 Prozent der Investitionen fließen in den Hotelsektor. Große Infrastrukturprojekte wie der neue Angola-Flughafen Dr. António Agostinho Neto (NBJ) in Luanda, sollen Investitionen von 2,8 Milliarden US-Dollar mobilisieren und die regionale Konnektivität stärken.
Luftfahrt und Bahntourismus als Wachstumstreiber
Alles in allem könnte Afrikas Luftverkehr bis 2035 auf 273 Millionen Passagiere wachsen. Die IATA rechnet damit, dass die Luftfahrt schon heute rund sieben bis acht Millionen Arbeitsplätze sichert und rund 63 Milliarden US-Dollar zur Wirtschaftsleistung beiträgt.
Auch die Bahninfrastruktur gewinnt touristisch an Bedeutung. Neben Luxuszügen wie dem Blue Train und Rovos Rail in Südafrika positionieren sich Länder wie Simbabwe, Kenia, Tansania und Sambia mit landschaftlich reizvollen Strecken. Der multimodale Lobito-Korridor zwischen Angola, Sambia und der Demokratischen Republik Kongo gilt als vielversprechendes Projekt für Handel, Mobilität und Tourismus.
Neue touristische Angebote und Trends
Im Trend liegen naturnahe Reiseformen wie Ökotourismus und Naturschutzprojekte, die Biodiversität mit lokaler Wertschöpfung verbinden. Auch Kultur- und Kulinarikreisen, Wellness- und Sporttourismus sowie der MICE-Bereich in Businesszentren wie Kigali, Nairobi, Accra, Johannesburg und Kapstadt gewinnen an Relevanz. Investitionen in Häfen fördern zudem den Küstentourismus.
Laut Voice4Africa bieten demografisches Wachstum, politische Reformen und wirtschaftliche Dynamik gute Voraussetzungen für langfristige Tourismusentwicklung. Investoren, die auf Nachhaltigkeit, Qualifikation und partnerschaftliche Strukturen setzen, können davon profitieren.

