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Klimaschutz in der Kreuzfahrt
30.11.25, 10:11 Uhr

Ponant schließt Partnerschaft für emissionsarme Schiffsreisen

Die französische Reederei setzt künftig auf recycelten Stahl von Arcelor Mittal. Ziel der Partnerschaft ist es, den CO₂-Fußabdruck beim Schiffbau deutlich zu senken. Die Vereinbarung ist Teil des Projekts Swap 2 Zero, das die Emissionen neuer Kreuzfahrtschiffe um mehr als 80 Prozent reduzieren soll.

Blick in die Zukunft: Mit dem Projekt Swap 2 Zero will Ponant Kreuzfahrten nahezu emissionsfrei gestalten – mit modernem Design und nachhaltigem Stahl. Rendering: Ponant
Die französische Kreuzfahrtreederei Ponant und der Stahlkonzern Arcelor Mittal haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Ziel ist es, beim Bau künftiger Schiffe kohlenstoffarme Stahlprodukte einzusetzen. Die Zusammenarbeit ist Teil des Neubauprojekts Swap 2 Zero, mit dem Ponant die Treibhausgasemissionen um mehr als 80 Prozent senken will.

Recycelter Stahl mit niedrigen CO₂-Emissionen

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Nutzung von recycelten Stahlblechen der sogenannten X Carb-Reihe, die Arcelor Mittal im spanischen Gijón mit erneuerbarer Energie herstellt. Die Bleche verursachen deutlich weniger CO₂-Emissionen als konventioneller Stahl. Langfristig sollen die Schiffsrümpfe vollständig aus diesem Material bestehen.

Vereinbarung regelt Details

Die Absichtserklärung umfasst mehrere Eckpunkte: Demnach sollen die Materialien und Produktionsprozesse der X Carb-Stahlbleche von Bureau Veritas Marine & Offshore zertifiziert werden, um internationale maritime Standards zu erfüllen. Ponant plant, mit weltweit ausgewählten Werften zusammenzuarbeiten, um den kohlenstoffarmen Stahl möglichst umfassend in künftigen Neubauten einzusetzen.

Zudem prüfen die Partner die Einführung eines Systems zur Rückverfolgung der Stahlkomponenten. Dieses soll es ermöglichen, am Ende der Lebensdauer eines Schiffs die Materialien gezielt zurückzugewinnen und wiederzuverwenden.

Arcelor Mittal sichert darüber hinaus eine breite Verfügbarkeit des Stahls zu – in unterschiedlichen Güten, Abmessungen und mit entsprechenden Zertifizierungen.

Beitrag zum umweltgerechten Recycling

Die Kooperation unterstützt die Hongkonger Konvention für das Recycling von Schiffen, die seit Juni 2025 gilt. Sie verpflichtet unter anderem zur Führung eines Gefahrstoffverzeichnisses und zur Einhaltung strenger Umweltauflagen für Abwrackwerften.

Erstes nahezu emissionsfreies Kreuzfahrtschiff geplant

Das Projekt Swap 2 Zero kombiniert Windantrieb, Solartechnik und alternative Kraftstoffe. Es gilt als weltweit erstes nahezu emissionsfreies Hochseeschiff. Unterstützt wird es unter anderem durch den Innovationsfonds des EU-Emissionshandels sowie das Förderprogramm France 2030.

Die Ponant Explorations Group betreibt kleine Expeditionsschiffe mit bis zu 165 Kabinen unter Marken wie Ponant Explorations, Paul Gauguin Cruises, Aqua Expeditions und Ponant Yachting. Sie gehört zur französischen Holding Artémis der Familie Pinault.