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Weg in den stationären Reisevertrieb
27.11.25, 12:01 Uhr

RTK launcht Nachwuchsoffensive mit IU Hochschule

Eine Kooperation zwischen RTK und der IU Hochschule soll dem Personalmangel im Reisevertrieb entgegentreten. Ab Sommer 2026 starten erste Studierende im dualen Modell auf ihren Weg ins stationäre Reisebüro.

Hans-Jürgen Dittrich ist dankbar für die Unterstützung durch Carolin Vocks. Foto: RTK
Seit dem Anfang November kooperiert die Reisebüro-Kooperation RTK mit der IU Internationalen Hochschule, um die Ausbildung im stationären Reisevertrieb durch duale Studiengänge zu fördern. Erste Studierende können ab dem Sommersemester 2026 starten.

Erfolgreiches Praxisbeispiel wird zur Branchenlösung

Auslöser für die Zusammenarbeit sei die Erfahrung des Reisebüroinhabers Hans-Jürgen Dittrich aus Rheine gewesen. Nachdem er über ein Jahr lang ohne Erfolg nach Verstärkung gesucht hatte, wurde er über die IU fündig. Carolin Vocks, duale Studentin an der IU, stieg in seinen Betrieb ein – mit nachhaltigem Effekt.

„Ich habe über ein Jahr lang versucht, jemanden zu finden, aber es musste eben auch die Richtige sein“, sagt Dittrich. Heute gehört Vocks fest zum Team und sagt: „Ich lerne und lerne immer noch täglich Neues.“ Für Dittrich steht fest: „Das duale Studienmodell ist genau das, was unsere Branche jetzt braucht“.

Duales Studium verbindet Theorie und Praxis

Im dualen Studienmodell der IU verbringen Studierende drei Tage pro Woche im Betrieb und zwei Tage an der Hochschule – entweder an einem der rund 30 Standorte oder online. Der Studiengang dauert sieben Semester und schließt mit einem Bachelor of Business Administration in der Vertiefung Reiseanbieter- und Reisevertriebsmanagement ab.

„Die Studierenden bringen aktuelles Fachwissen, digitales Know-how und frische Ideen mit“, sagt Jennifer Widera, Key Account Managerin an der IU. Gleichzeitig lernen sie, wie Kundenberatung und Verkauf in der Praxis funktionieren. Die Reisebüros übernehmen die Studiengebühren und gewinnen Mitarbeiter mit solider Ausbildung.

Mehr Sichtbarkeit für Reisebüros als Arbeitgeber

RKT sieht in der Kooperation eine strategische Investition in die Zukunft der Branche. „Wir möchten unseren Partnern eine attraktive Möglichkeit bieten, junge Talente zu gewinnen und gleichzeitig bestehende Mitarbeitende gezielt zu qualifizieren“, so Alexandra Gärtner, Bereichsleiterin bei RTK. Das Modell helfe nicht nur bei akuten Personalengpässen, sondern stärke langfristig die Arbeitgebermarke der Büros.

Reaktion auf den Wandel im stationären Vertrieb

Für Dittrich ist das Modell auch eine Antwort auf den digitalen Wandel. „Viele in der Branche tun sich mit der Digitalisierung schwer. Unsere dual Studierenden bringen genau diese Fähigkeiten mit ins Reisebüro“, sagt er. Gute Beratung bleibe dennoch zentral: „Reisen muss man mit Emotionen verkaufen. Die Gäste sollen den Urlaub erleben, nicht nur konsumieren“.

IU begleitet Betriebe beim Einstieg

Die IU unterstützt RTK-Partner bei der Bewerbersuche, berät bei der Organisation und bietet erprobte Betreuungsstrukturen. Über ein Praxispartnerportal können die Büros passende Kandidaten leichter finden. Zudem erhalten sie fünf Prozent Rabatt auf die Studiengebühren. „Die besten Reisen beginnen mit Menschen, die ihre Leidenschaft für das Reisen leben“, so Gärtner. „Genau diese Menschen wollen wir gemeinsam mit der IU fördern“.