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Flottenausbau und feierliche Werftzeremon...
12.11.25, 17:40 Uhr

MSC bestellt zwei weitere Schiffe der World Class

Mit einem Milliardenauftrag für zwei neue World-Class-Schiffe sendet die Reederei ein starkes Signal in den Kreuzfahrtmarkt. Die Bestellungen stehen für Vision, Wachstum und Umweltverantwortung – und stärken die langjährige Kooperation mit der französischen Werft Chantiers de l’Atlantique.

Werftmanager Henri Doyer, Nordamerika-Chefin Lynn Torrent, Technikexpertin Agnès Sahores und MSC-Chef Pierfrancesco Vago. Foto: MSC Cruises
Die Kreuzfahrtreederei MSC Cruises hat zwei weitere Schiffe der World Class bei der Werft Chantiers de l’Atlantique bestellt. Die Neubauten sollen 2030 und 2031 ausgeliefert werden. Der Auftragswert liegt bei insgesamt 3,5 Milliarden Euro.

Investitionen von 10,5 Milliarden Euro in Frankreich

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum Aufschwimmen der MSC World Asia und der Münzzeremonie der MSC World Atlantic im französischen Saint-Nazaire. Damit erhöht sich der Gesamtwert der vier von MSC Cruises im Jahr 2025 in Frankreich bestellten Schiffe auf rund sieben Milliarden Euro.

Einschließlich der bereits im Bau befindlichen Einheiten investiert die Reederei damit rund 10,5 Milliarden Euro in Frankreich.

„Ein stolzer Moment für MSC und Chantiers de l’Atlantique“

„Heute ist ein stolzer Moment für MSC Cruises und Chantiers de l’Atlantique“, sagte Pierfrancesco Vago, Executive Chairman der Kreuzfahrtsparte der MSC Group. Die Bestellung der zwei neuen Schiffe, das Aufschwimmen der MSC World Asia und die Münzzeremonie der MSC World Atlantic seien „drei bedeutende Meilensteine für unsere gemeinsame Zukunft“.

Die World-Class-Schiffe seien laut Vago besonders energieeffizient konzipiert. Mit dem konsequenten Einsatz von Flüssigerdgas (LNG) wolle MSC bereits jetzt die Grundlage schaffen, „um künftig erneuerbare Kraftstoffe nutzen zu können“. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der langfristigen Partnerschaft: „Wir freuen uns darauf, unsere innovative und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Chantiers de l’Atlantique, unserem verlässlichen Partner seit über 20 Jahren, fortzusetzen.“

Auch Laurent Castaing, Generaldirektor von Chantiers de l’Atlantique, hob die enge Kooperation hervor: „Die World Class ist ein eindrucksvoller Beweis für die Kompetenz unserer Teams und die visionäre Stärke von MSC.“ Die Bestellung von vier Schiffen innerhalb eines Jahres sei auch für die Werft außergewöhnlich. Man teile mit MSC Cruises das Ziel, „das Passagiererlebnis kontinuierlich zu verbessern und gleichzeitig die Umweltleistung weiter zu steigern.“

Flottenerweiterung bis 2031 geplant

Der Bau der beiden neuen Schiffe soll 2029 beginnen. Sie ergänzen die bisherige World-Class-Flotte, zu der bereits die MSC World Europa (2022), MSC World America (2025), MSC World Asia (2026) und MSC World Atlantic (2027) gehören. Weitere Einheiten mit den Arbeitstiteln World Class 5 und 6 folgen in den kommenden Jahren.

Die neuen Aufträge stehen unter dem Vorbehalt der Finanzierung.

Neue Schiffe für Mittelmeer und Karibik

Die MSC World Asia wird im November 2026 ausgeliefert. Ab Dezember fährt sie siebentägige Routen im westlichen Mittelmeer mit Stopps in Barcelona, Marseille, Genua, Civitavecchia, Messina und Valletta.

Für die MSC World Atlantic, deren Münzzeremonie jetzt stattfand, ist der Start für 2027 geplant. Im Winter 2027/28 wird sie ab Port Canaveral in der Karibik eingesetzt.

Taufpatinnen der beiden Zeremonien waren Lynn Torrent, Präsidentin von MSC Cruises North America, und Agnès Sahores, Smart Yard Improvement Manager bei Chantiers de l’Atlantique.

LNG-Technologie für klimafreundlichen Schiffsbetrieb

Alle World-Class-Schiffe sind mit Dual-Fuel-Motoren für Flüssigerdgas (LNG) ausgestattet. Sobald Bio- und synthetische Kraftstoffe verfügbar sind, sollen diese eingesetzt werden. Ziel der Reederei ist es, bis 2050 klimaneutral zu fahren.

MSC Cruises und Chantiers de l’Atlantique beteiligen sich an mehreren Projekten zur Entwicklung emissionsärmerer Schiffstechnologien. Dabei arbeiten sie mit Regulierungsbehörden, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern zusammen.