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Verkehrsminister fordern Entlastung
01.11.25, 12:10 Uhr

Länder stellen sich hinter Flughäfen – ADV hoffnungsvoll

Auf der Verkehrsministerkonferenz fordern die Länder konkrete Schritte zur Stärkung des Luftverkehrs. Sie drängen auf Steuererleichterungen und SAF-Förderung. ADV-Chef Beisel sieht die Flughäfen gehört – jetzt müsse der Bund liefern.

Der Flughafenverband ADV sieht in den Beschlüssen der Verkehrsministerkonferenz Ende Oktober 2025 ein wichtiges Signal zur Stärkung des Luftverkehrsstandorts Deutschland.
Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen leidet unter hohen Steuern und Abgaben – das kritisiert der Flughafenverband ADV seit Langem. In den Impulsen aus der Verkehrsministerkonferenz, die Ende Oktober im bayerischen Straubing stattgefunden hat, sehen sich die Airports nun erhört.

Die Länder haben sich in ihrer jüngsten Besprechung für eine finanzielle Entlastung der Flugwirtschaft ausgesprochen – unter anderem durch niedrigere Steuern, den Abbau klimapolitischer Zusatzkosten und die Förderung nachhaltiger Flugkraftstoffe.

„Die Länder senden ein starkes Signal nach Berlin: Der Rückzug der Airlines von deutschen Flughäfen soll gestoppt werden“, erklärt ADV-Chef Ralph Beisel. Die Konferenzbeschlüsse seien richtungsweisend – jetzt müsse der Bund handeln.

Länder fordern Senkung der Luftverkehrsteuer

In ihrer gemeinsamen Erklärung fordern die Landesverkehrsminister die Bundesregierung auf, die Erhöhung der Luftverkehrsteuer zurückzunehmen. Auch die nationale Quote für strombasierte synthetische Kraftstoffe (PtL), die bislang nur in Deutschland gilt, soll abgeschafft werden.

„Wir müssen den Luftverkehr in Deutschland stärken und nationale Alleingänge beenden“, bringt es der bayerische Verkehrsminister und Vorsitzender der Konferenz, Christian Bernreiter, auf den Punkt. Es sei außerdem Aufgabe des Bundes, dafür zu sorgen, dass europäische Airlines im internationalen Wettbewerb nicht schlechter dastehen als außereuropäische Konkurrenten.

Flugsicherung an kleineren Flughäfen dauerhaft sichern

Ein weiteres Anliegen ist die Absicherung der Flugsicherungskosten an kleineren Flughäfen im sogenannten zweiten Gebührenkreis. Die Länder fordern eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung, um regionale Anbindungen zu sichern und wirtschaftliche Entwicklungen abseits der Metropolen zu ermöglichen.

Emissionserlöse sollen in SAF-Markthochlauf fließen

Auch in der Klimapolitik fordern die Länder neue Impulse. Mindestens 50 Prozent der Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel im Luftverkehr (ETS 1) sollen zweckgebunden in den Ausbau nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuel – SAF) investiert werden. Der ADV unterstützt dieses Anliegen ausdrücklich.

Beisel betont: „Die deutschen Flughäfen stehen zu ihrer Verantwortung für Klimaschutz und Resilienz. Die Beschlüsse der Länder zeigen den Weg. Jetzt muss der Bund liefern und die angekündigten Maßnahmen zur Stärkung des Luftverkehrs auch haushaltswirksam umsetzen.“