RTK-Datenweitergabe13.04.23, 11:36 Uhr
Lars Helmreich lässt Geschäftsführerposten ruhen
Die RTK-Kooperation zieht erste Konsequenzen aus der jahrelangen Weitergabe von Umsatzdaten an FTI.

Foto: iStock
Die RTK zieht erste Konsequenzen aus der jahrelangen Weitergabe von Umsatzdaten an FTI. Die Kanzlei CMS Hasche Sigle hat im Auftrag der Kooperation eine erste Bewertung vorgenommen. Demnach sind FTI von der Kooperation seit Ende 2015 detaillierte Umsatzzahlen auf der Basis von eigenen Daten aus der RTK-Vertriebsdatenbank zur Verfügung gestellt worden. Kundendaten von Reisebüros waren nicht betroffen. Nach der Einschätzung von CMS liegen keine Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht sowie gegen das Kartell- oder Strafrecht vor. Allerdings stand die Datenweitergabe nicht im Einklang mit geschlossenen Verträgen.
Als Konsequenz wird Lars Helmreich seine Geschäftsführungsposition bis zur vollständigen Aufklärung des Sachverhalts ruhen lassen. „Die Projektgruppe war in meinem Geschäftsführungsressort angesiedelt. Ich möchte die Aufklärung dadurch unterstützen, dass ich mein Amt als Geschäftsführer einstweilen ruhen lasse. Die Gesellschafter haben dem entsprochen“ , erklärt Helmreich.
Auch Thomas Bösl sieht sich als Mitgeschäftsführer in der Gesamtverantwortung. „ Die untersuchten Aktivitäten haben gezeigt, dass wir als RTK nicht mit der gebotenen Sorgfalt mit Daten umgegangen sind. Dies bedauern wir als Geschäftsführer zutiefst.“ Die ursprüngliche Motivation der RTK sei es gewesen, über die Zusammenarbeit mit FTI die Option auf Zusatzprovisionen für die Partnerbüros zu schaffen. Leider habe sich eine im Sinne der Reisebüros gutgemeinte Zusammenarbeit verselbständigt und sei über das Ziel hinausgeschossen. „Obwohl es immer die freie Entscheidung der Reisebüros blieb, welche Veranstalterprodukte sie ihren Kunden verkaufen möchten, dürfen einzelne Aktionen der RTK niemals in Konflikt zum fairen und partnerschaftlichen Miteinander mit anderen Geschäftspartnern geraten.“
In der momentanen Phase sieht Bösl sein vorrangiges Ziel darin, den Vorgang vollständig aufzuarbeiten und die richtigen Ableitungen für die Prozesse innerhalb der RTK zu ziehen, vor allem aber verlorengegangenes Vertrauen der Reisebüropartner und Veranstalter zurückzugewinnen. Dabei soll auch der künftige Umgang mit Daten insgesamt auf den Prüfstand gestellt werden. Die RTK-Gesellschafter haben hierzu ergänzend zu der juristischen Überprüfung durch CMS eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Abläufe und Prozesse zu überprüfen. Gleichzeitig soll das eigene Compliance-System neu ausgerichtet werden.
Als Konsequenz wird Lars Helmreich seine Geschäftsführungsposition bis zur vollständigen Aufklärung des Sachverhalts ruhen lassen. „Die Projektgruppe war in meinem Geschäftsführungsressort angesiedelt. Ich möchte die Aufklärung dadurch unterstützen, dass ich mein Amt als Geschäftsführer einstweilen ruhen lasse. Die Gesellschafter haben dem entsprochen“ , erklärt Helmreich.
Auch Thomas Bösl sieht sich als Mitgeschäftsführer in der Gesamtverantwortung. „ Die untersuchten Aktivitäten haben gezeigt, dass wir als RTK nicht mit der gebotenen Sorgfalt mit Daten umgegangen sind. Dies bedauern wir als Geschäftsführer zutiefst.“ Die ursprüngliche Motivation der RTK sei es gewesen, über die Zusammenarbeit mit FTI die Option auf Zusatzprovisionen für die Partnerbüros zu schaffen. Leider habe sich eine im Sinne der Reisebüros gutgemeinte Zusammenarbeit verselbständigt und sei über das Ziel hinausgeschossen. „Obwohl es immer die freie Entscheidung der Reisebüros blieb, welche Veranstalterprodukte sie ihren Kunden verkaufen möchten, dürfen einzelne Aktionen der RTK niemals in Konflikt zum fairen und partnerschaftlichen Miteinander mit anderen Geschäftspartnern geraten.“
In der momentanen Phase sieht Bösl sein vorrangiges Ziel darin, den Vorgang vollständig aufzuarbeiten und die richtigen Ableitungen für die Prozesse innerhalb der RTK zu ziehen, vor allem aber verlorengegangenes Vertrauen der Reisebüropartner und Veranstalter zurückzugewinnen. Dabei soll auch der künftige Umgang mit Daten insgesamt auf den Prüfstand gestellt werden. Die RTK-Gesellschafter haben hierzu ergänzend zu der juristischen Überprüfung durch CMS eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Abläufe und Prozesse zu überprüfen. Gleichzeitig soll das eigene Compliance-System neu ausgerichtet werden.

