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Kapitalerhöhung
24.03.23, 13:16 Uhr

TUI zahlt Corona-Hilfe komplett zurück

Der Vorstand der TUI hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Mit dem Erlös sollen die staatlichen Corona-Hilfen vollständig zurückzahlt werden.

Foto: TUI Group
Der Vorstand der TUI hat heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten in Höhe von 1,8 Milliarden Euro beschlossen. Mit dem Erlös will der Konzern die staatlichen Corona-Hilfen vollständig zurückzahlen. „Die vollständige Rückführung der staatlichen Corona-Hilfen war unser erklärtes Ziel“, sagt Vorstandsvorsitzender Sebastian Ebel. „Mit der jetzt beschlossenen Kapitalerhöhung gehen wir den letzten Schritt bei den WSF-Hilfen und setzen unsere Zusage um. Wir werden aus dem Erlös die vom WSF erhaltenen Hilfen einschließlich Zinsen zurückzahlen.“

TUI will mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung die vom WSF zur Verfügung gestellte Stille Einlage I in Höhe von nominal 420 Millionen Euro und die ausstehende Optionsanleihe inklusive Optionsscheinen in Höhe von rund 59 Millionen Euro zuzüglich aufgelaufener Zinsen zum Marktwert vollständig zurückzahlen beziehungsweise zurückkaufen. Damit fließen dem WSF insgesamt rund 750 Millionen Euro zu. Darüber hinaus hatte der Konzern über den Winter Teile der KfW-Kreditlinie gezogen. Mit dem Nettoerlös soll die aktuelle Inanspruchnahme der KfW-Kreditlinie in Höhe von rund 440 Millionen Euro1 vollständig zurückgezahlt und somit ersetzt werden. Außerdem wird die derzeitige Inanspruchnahme in Höhe von rund 1,44 Milliarden Euro der 1,454 Milliarden-Kreditlinie der Banken auf rund 870 Millionen Euro reduziert. Der Konzern beabsichtigt zudem, den Rahmen der KfW-Kreditlinie in Höhe von aktuell 2,1 Milliarden Euro deutlich zu reduzieren.