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Reiseplanung
27.01.23, 09:37 Uhr

Risiken haben mehr Einfluss als Umweltschutz

Bei der Reiseplanung der Urlauber sind eventuelle Risiken wichtiger als Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Foto: iStock
Zwar gehören Nachhaltigkeit und Umweltschutz in der Branche zu den Top-Themen. Bei der Reiseplanung der Urlauber spielen sie jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Diesen Schluss lässt eine bevölkerungsrepräsentative Online-Umfrage zu, die das Marktforschungsinstitut „Heute und Morgen“ für die Hanse Merkur durchgeführt hat. Demnach hat sich das Bewusstsein der Reisenden für mögliche Risiken geschärft. „Je näher die Reise rückt, umso mehr achte ich auf aktuelle Meldungen und mögliche Risiken in Bezug auf mein Reiseziel", war mit 35 Prozent die Top-Antwort auf die Frage, wie sich die Reiseplanung in den letzten zwei Jahren verändert hat. Dagegen geben nur zehn Prozent der Urlauber an, ihre Reisen in den letzten zwei Jahren umweltbewusster geplant zu haben.

„Wir stellen fest, dass sich die Reiseplanung in den letzten Jahren unter dem Einfluss von Krisen verändert hat", erklärt Johannes Ganser, Vorstand Kooperations- und Reisevertrieb der Hanse Merkur. „Sicherheit und Gesundheitsversorgung in den Destinationen werden bei der Wahl des Ziellandes immer wichtiger.“ Außerdem habe die Absicherung bei Krankheiten an Relevanz gewonnen. „Vor dem Hintergrund, dass im vergangenen Jahr für 45 Prozent aller abgesagten Reisen eine Krankheit oder ein Unfall der Grund waren, sichern aktuell immer mehr Urlauber ihre Reisen über entsprechende Versicherungen ab."

Die Reiselust der Deutschen ist trotz vielfältiger Krisen allerdings ungebrochen. 86 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen der Urlaub im Jahr 2023 sehr wichtig ist. Dabei dominiert das Heimatland als beliebtestes Reiseziel mit 53 Prozent, gefolgt von Italien (22 %) und Österreich (17 %). Lieblingsstadt für einen Kurztrip ist Hamburg (24 %).