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EU-Pauschalreiserecht
30.11.22, 16:12 Uhr

Veranstalter sehen sich benachteiligt

Der europäische Reisebüro- und Veranstalterverband ECTAA fürchtet um die Zukunft der Pauschalreise.

Foto: iStock
Der europäische Reisebüro- und Veranstalterverband ECTAA fürchtet um die Zukunft der Pauschalreise. Derzeit führt die EU-Kommission Konsultationen im Hinblick auf die Überarbeitung der Pauschalreiserichtlinie und die Verbesserung der Passagierrechte durch. Dabei zeigten sich Unterschiede zwischen den Maßnahmen, die Reiseveranstaltern und den Fluggesellschaften auferlegt werden sollen. Während bei den Veranstaltern Vorauszahlungen begrenzt werden sollen, bestehe kein offensichtliches Interesse daran, Vorauszahlungen an Fluggesellschaften bei der Überprüfung der Fluggastrechte zu begrenzen.

Dies zeigt laut ECTAA einen offensichtlichen Mangel an Verständnis dafür, wie die Reisebranche funktioniert. Reiseveranstalter müssten ihre Lieferanten bezahlen, insbesondere Fluggesellschaften, die in den meisten Fällen eine vollständige Vorauszahlung verlangten. Außerdem moniert der Verband, dass keine konkreten Optionen geprüft werden, den Insolvenzschutz für Fluggesellschaften zu regeln. „Die Begrenzung von Vorauszahlungen und die Einführung von Insolvenzschutz für nur einen Teil der Wertschöpfungskette zum Nachteil der Reiseveranstalter, bei denen es sich hauptsächlich um KMU handelt, wird sie aus dem Markt drängen“, befürchtet ECTAA-Präsident Frank Oostdam. „Es wird den Verbrauchern ein wesentliches Reiseprodukt vorenthalten, da Pauschalreisen ein hohes Maß an Schutz bieten.“