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Chapter 11
05.07.22, 15:27 Uhr

SAS beantragt Gläubigerschutz in den USA

SAS hat in den USA den Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Auswirkungen auf den Flugbetrieb soll es nicht geben.

Anko van der Werff - Foto: SAS
SAS hat in den USA den Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Der Schritt soll die finanzielle Sanierung der Airline nach dem Restrukturierungsplan „SAS Forward“ ermöglichen. Auswirkungen auf den Flugbetrieb soll es nicht geben. SAS werde die Kunden weiterhin normal bedienen, obwohl der aktuelle Pilotenstreik den Flugplan beeinträchtige, heißt es.

„In den letzten Monaten haben wir hart daran gearbeitet, unsere Kostenstruktur und unsere Finanzlage zu verbessern. Wir machen Fortschritte, aber es bleibt noch viel Arbeit und der anhaltende Streik hat eine ohnehin herausfordernde Situation noch schwieriger gemacht“, sagt CEO Anko van der Werff. „Der Chapter 11-Prozess gibt uns rechtliche Instrumente an die Hand, um unsere Transformation zu beschleunigen, während wir in der Lage sind, das Geschäft wie gewohnt weiterzuführen.“

Die Airline-Führung geht davon aus, dass SAS über ausreichende Liquidität verfügt, einschließlich 720 Millionen Euro in bar zum 30. Juni, um den geschäftlichen Verpflichtungen kurzfristig nachzukommen. Der Sanierungsplan zielt darauf ab, die finanzielle Position zu stärken und eine jährliche Kostensenkung von rund 690 Millionen Euro zu erreichen. Der Plan umfasst auch die Beschaffung von mindestens 880 Millionen Euro an neuem Eigenkapital sowie die Reduzierung oder Umwandlung von mehr als 1,85 Milliarden Euro Schulden in Stammkapital.