Neustart30.06.22, 10:01 Uhr
Bhutans Touristenabgabe bereitet Sorgen
Bhutan will sich ab 23. September wieder vollständig für Besucher öffnen. Die Touristenabgabe soll um das Dreifache steigen.

Foto: iStock
Das Königreich Bhutan will sich ab dem 23. September wieder vollständig für Besucher öffnen. Gleichzeitig hat das Land angekündigt, die tägliche Abgabe, die Touristen entrichten müssen, von 65 auf 200 US-Dollar mehr als zu verdreifachen. Veranstalter wie ATI World in Alzenau reagieren darauf mit großer Besorgnis. „Es steht zu befürchten, dass mit der Abgabe von 200 US-Dollar pro Übernachtung eine Schmerzgrenze erreicht ist, die zahlreiche potenzielle Besucher davon abhalten wird, dieses faszinierende Land zu besuchen“, sagt Geschäftsführer Jürgen Kutzer. Dadurch aber würde Bhutan wichtige Einnahmen verlieren, die nicht nur bei der weiteren, nachhaltigen Entwicklung des Reiseverkehrs, sondern auch beim Kampf des Landes um wirtschaftliche Stabilität und gegen Arbeitslosigkeit schmerzlich fehlen würden. „Potenzielle Gäste werden abwägen, ob eine Reise für sie in Betracht kommt oder nicht“, so Kutzer. „Angesichts der hohen Abgabe plus aller weiteren Kosten, die bei einem Besuch Bhutans entstehen, etwa für den Flug, für Übernachtungen, Mahlzeiten und Führungen, erreichen sie pro Reisetag ein Kostenniveau, wie sie es auch für eine All-Inclusive-Luxuskreuzfahrt mit Unterbringung in einer großen Suite mit Balkon kalkulieren müssen.“

