BTW Tourismusgipfel01.06.22, 10:45 Uhr
„Tourismus ist vor allem eine Friedensindustrie“
Auf dem Tourismusgipfel am Montag in Berlin hat der neue BTW-Präsident Sören Hartmann die Bedeutung des Tourismus hervorgehoben.

Fotos: BTW
In seiner ersten offiziellen Rede auf einem Tourismusgipfel hat der neue Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Sören Hartmann, die Bedeutung des Tourismus hervorgehoben: „Tourismus ist nicht nur eine volkswirtschaftliche Größe, sondern vor allem auch eine Friedensindustrie.“ Beim Neustart der Branche nach Covid-19 sieht er die Politik in der Pflicht: „Wir fordern, dass die Politik dafür Sorge trägt, dass dieser Neustart nachhaltig gelingt.“ Zwar habe die Regierung die Branche während Corona nicht im Stich gelassen und durch direkte Finanzhilfen und Kurzarbeitergeld viele Arbeitsplätze und Betriebe gerettet. Nun müsse man allerdings nach vorne blicken. „Wir erwarten einen vorausschauenden Plan, wie man einer neuen Welle oder Variante erfolgreich begegnet und konkrete Einschnitte für die Tourismuswirtschaft in Grenzen hält.“
Beim Thema Digitalisierung appellierte Hartmann an die Branche, künftig „den Transrapid statt des Bummelzugs“ zu nehmen. Hier sei die Tourismuswirtschaft lange Zeit zu bequem gewesen und hätte den Anschluss an große internationale Digitalkonzerne verloren. Zwar habe die Branche aufgeholt, allerdings müsse das Thema Digitalisierung dringend weiter forciert werden.

Der Megatrend Nachhaltigkeit hat für den neuen BTW-Präsidenten ebenfalls höchste Priorität: „Die Klimatransformation ist vollkommen alternativlos. Unsere Branche muss das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit konsequent und auf allen Ebenen angehen. Wir müssen selbst aktiv werden, bevor uns die Politik in zu enge Korsette schnürt. Aber noch viel mehr aus eigenem Interesse an einem lebenswerten Planeten, intakter Natur und einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell Tourismus.“
Belastungsmoratorium für die Tourismuswirtschaft
Neben Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der sich in einer Videobotschaft an die Teilnehmer des Tourismusgipfels wandte, sprachen auch andere Politiker zum Plenum. Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sprach hinsichtlich Digitalisierung und Klimaschutz von ambitionierten Zielen und hatte für die Zuhörer eine klare Botschaft: „Wir werden der hart arbeitenden Bevölkerung sicherlich nicht die Lebensfreude in Form von Spaß am Reisen nehmen.“
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschland Carsten Linnemann unterstützte in seiner Rede wichtige Forderungen der Branche. Er sprach sich für ein Belastungsmoratorium für die Tourismuswirtschaft aus. Zudem müsse aus seiner Sicht die sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie über das Jahresende hinaus weiter gelten und entfristet werden. Auch gelte es, die duale Ausbildung zu stärken.
Claudia Müller, Koordinatorin der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, betonte, die Regierung werde den Tourismus auch weiterhin unterstützen, auch weil dieser auf viele andere Wirtschaftsbereiche abstrahle. Schließungen und Beherbergungsverbote wie in den vergangenen zwei Jahren solle es nicht mehr geben. Nun gehe es darum, die Tourismusstrategie fortzuschreiben. Dies wolle sie im ständigen Austausch mit der Branche entwickeln und dabei insbesondere die Themen Digitalisierung, Klimaneutralität und Fachkräftemangel im Blick haben.
Beim Thema Digitalisierung appellierte Hartmann an die Branche, künftig „den Transrapid statt des Bummelzugs“ zu nehmen. Hier sei die Tourismuswirtschaft lange Zeit zu bequem gewesen und hätte den Anschluss an große internationale Digitalkonzerne verloren. Zwar habe die Branche aufgeholt, allerdings müsse das Thema Digitalisierung dringend weiter forciert werden.

Der Megatrend Nachhaltigkeit hat für den neuen BTW-Präsidenten ebenfalls höchste Priorität: „Die Klimatransformation ist vollkommen alternativlos. Unsere Branche muss das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit konsequent und auf allen Ebenen angehen. Wir müssen selbst aktiv werden, bevor uns die Politik in zu enge Korsette schnürt. Aber noch viel mehr aus eigenem Interesse an einem lebenswerten Planeten, intakter Natur und einem zukunftsfähigen Geschäftsmodell Tourismus.“
Belastungsmoratorium für die Tourismuswirtschaft
Neben Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der sich in einer Videobotschaft an die Teilnehmer des Tourismusgipfels wandte, sprachen auch andere Politiker zum Plenum. Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil sprach hinsichtlich Digitalisierung und Klimaschutz von ambitionierten Zielen und hatte für die Zuhörer eine klare Botschaft: „Wir werden der hart arbeitenden Bevölkerung sicherlich nicht die Lebensfreude in Form von Spaß am Reisen nehmen.“
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Deutschland Carsten Linnemann unterstützte in seiner Rede wichtige Forderungen der Branche. Er sprach sich für ein Belastungsmoratorium für die Tourismuswirtschaft aus. Zudem müsse aus seiner Sicht die sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie über das Jahresende hinaus weiter gelten und entfristet werden. Auch gelte es, die duale Ausbildung zu stärken.
Claudia Müller, Koordinatorin der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus, betonte, die Regierung werde den Tourismus auch weiterhin unterstützen, auch weil dieser auf viele andere Wirtschaftsbereiche abstrahle. Schließungen und Beherbergungsverbote wie in den vergangenen zwei Jahren solle es nicht mehr geben. Nun gehe es darum, die Tourismusstrategie fortzuschreiben. Dies wolle sie im ständigen Austausch mit der Branche entwickeln und dabei insbesondere die Themen Digitalisierung, Klimaneutralität und Fachkräftemangel im Blick haben.

