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Aktionsbündnis Tourismusvielfalt
17.12.21, 11:10 Uhr

Positionspapier gegen den Fachkräftemangel

Das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt schlägt konkrete Maßnahmen vor, um dem Fachkräftemangel in der Tourismusbranche politisch entgegenzuwirken.

Foto: iStock
Das Aktionsbündnis Tourismusvielfalt (ATV), ein Zusammenschluss von 28 touristischen Branchenverbänden, schlägt in einem Positionspapier konkrete Maßnahmen vor, um dem Fachkräftemangel in der Tourismusbranche politisch entgegenzuwirken. Dabei hebt das Bündnis das Potenzial von ausländischem Personal und Geflüchteten zur Fachkräftesicherung in der Tourismusbranche hervor und begrüßt den Vorstoß der Ampelkoalition, ausländischen Fachkräften den Weg nach Deutschland verstärkt und schneller ebnen zu wollen. Zugleich plädiert das ATV für eine Modernisierung des Einwanderungsrechts und für einen Abbau bürokratischer Hemmnisse.

Um eine langfristige Versorgung mit qualifiziertem Fachpersonal sicherzustellen, spricht sich das ATV zudem für eine Verbesserung und Förderung der Aus- und Weiterbildungsangebote für Berufe im Tourismussektor aus. Der konkrete Vorschlag: Eine hauptamtlich besetzte Koordinierungsstelle, die die Belange der außerschulischen und außerbetrieblichen Bildung zwischen den Referaten der zuständigen Ministerien vertritt, bündelt und koordiniert.

Mehr Felxibilisierung auf dem Arbeitsmarkt

Bei den arbeitspolitischen Maßnahmen plädiert das Bündnis für mehr Flexibilisierung auf dem touristischen Arbeitsmarkt. Es regt eine Anpassung der Verdienstgrenze für Mini- und Midijobs, eine Verdoppelung des Beschäftigungszeitraums für kurzfristig Beschäftigte sowie eine Änderung der steuerlichen Stellung von Mitarbeiterunterkünften an.

Auch eine Aufwertung des Images der Touristik könne helfen, um gerade auch junge Menschen für eine Karriere im Tourismus zu gewinnen, lautet ein weiterer Vorschlag. Das Bündnis fordert die Regierenden auf, den Tourismussektor attraktiver zu bewerben und von Seiten der Politik stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Ebenso sei eine Erhöhung der Attraktivität der dualen Ausbildung durch entsprechende Maßnahmen der Politik gefordert.

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