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Reiseeinschränkungen
02.12.21, 18:04 Uhr

Ferienhausvermittler sehen schwierige Saison

Der Deutschen Ferienhausverband befürchtet aufgrund von Corona-Beschränkungen einen harten Winter für die Ferienhausvermittler.

Foto: iStock
Seit letzter Woche gilt für die Beherbergung von Gästen in den meisten Bundesländern die 2G- beziehungsweise 2G-Plus-Regelung. Demnach dürfen Vermieter und Vermittler nur noch Genesenen und Geimpften Zutritt ins Ferienhaus oder die Ferienwohnung gewähren. „Mit 2G-Maßnahmen kann die Branche leben, da der überwiegende Teil der Ferienhausgäste sowieso geimpft ist, auch wenn die Kontrollen für die Anbieter mit einem erhöhten Aufwand verbunden sind“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin beim Deutschen Ferienhausverband. „Eine 2G-Plus-Regelung kann nur funktionieren, wenn genügend Testkapazitäten bereitgestellt werden. Sonst haben wir einen Lockdown durch die Hintertür. Ein mehrmonatiges Beherbergungsverbot, wie es vom letzten November bis Mai dieses Jahres umgesetzt wurde, hätte fatale Folgen für den Ferienhaustourismus in Deutschland.“

Die Ergebnisse der diesjährigen Herbstumfrage des Verbands zeigen, dass trotz des guten Sommers 70 Prozent der Vermittler einen erneuten Lockdown nicht mehr ohne Weiteres kompensieren können. Aufgrund des Beherbergungsverbots 2020/21 haben 66 Prozent der Anbieter in der ersten Jahreshälfte 2021 einen Umsatzverlust eingefahren. Die durchschnittlichen Verluste lagen im ersten Halbjahr bei 46 Prozent im Vergleich zu 2019. Viele Ferienhäuser seien in den Weihnachts- und Winterferien ausgebucht, sagt Schwefel. Falle die Wintersaison aus, sei mit gravierenden Einbußen zu rechnen. „Wir merken aktuell, wie die Unsicherheit bei den Gästen wächst. Es muss unbedingt verhindert werden, dass die Wintersaison komplett ins Wasser fällt.“

Außerdem plädiert der Verband für einheitliche Regelungen in den Bundesländern: „Ein Flickenteppich an Verordnungen und Kriterien stellt Vermittler und Gäste vor großen Herausforderungen und sorgt für zusätzliche Verwirrung. In der aktuellen Situation ist Transparenz wichtiger denn je.“