Virusvariantengebiete29.11.21, 16:09 Uhr
Afrika-Initiativen kritisieren RKI-Entscheidung
In der Branche regt sich Kritik an der pauschalen Einstufung des südlichen Afrikas als Virusvariantengebiet. Es werden Rückschläge für den Tourismus befürchtet.

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In der Branche regt sich Kritik an der pauschalen Einstufung des südlichen Afrikas als Virusvariantengebiet durch das Robert Koch-Institut (RKI). „Fatale Folgen für die Bevölkerung sowie die Natur- und Tierwelt“ erwartet die Initiative „Voice4Afrika“ aufgrund der Reisebeschränkungen für die acht betroffenen Länder. „Ein erneutes, pauschales Wegsperren der Länder des Südlichen Afrikas im zweiten Jahr in Folge werden die Tourismusindustrie und die Menschen, die hiervon abhängen, nicht verkraften", sagt Hanna Kleber von der PR-Agentur KPRN Network als Initiatorin der Initiative. Allein in Südafrika arbeiteten 700.000 Menschen in der Tourismusbranche. Die erneute Stigmatisierung und Isolation der Länder führe nun zum Kollaps der Reiseindustrie. Statt einer pauschalen Einstufung als Virusvariantengebiet fordert Voice4Africa eine differenzierte Beurteilung der Reisemöglichkeiten. „Wir fordern Maßnahmen mit Augenmaß und keine Schnellschusshandlungen“, so Kleber.
Kritik kommt auch von der Arbeitsgemeinschaft südliches & östliches Afrika (ASA). Die Angst vor der unsichtbaren Bedrohung habe zu Panikreaktionen geführt, die unverhältnismäßig und unangemessen seien, sagt ASA-Präsident Werner Gordes. Südafrika werde dafür bestraft, dass es hervorragende Wissenschaftler habe, die die neue Mutante entdeckt hätten. Die gerade wieder aufkommende Hoffnung auf einen stabilen Tourismus liege nun wieder am Boden. In Südafrika beginne jetzt eigentlich die Hochsaison und mit den nun getroffenen Einschränkungen werde diese zum zweiten Mal in Folge ausgebremst. Gordes fordert die Rücknahme der Einschränkungen.
Das Namibia Tourism Board kritisiert die Reisebeschränkungen als "radikal und unverhältnismäßig". "Die Datenlage reicht nicht aus, um eine Stigmatisierung Namibias und der Nachbarländer zu rechtfertigen. Wir erwarten eine rasche Überprüfung dieser Bestimmungen. Bereits im vergangenen Jahr wurde aufgrund der Beta-Variante und den daraus resultierenden Kurzschlussreaktionen die Wirtschaft in unserer Region nachhaltig geschädigt. Ein weiterer Schlag dieser Art wird viele Existenzen und Umweltschutzprojekte gefährden", sagt Matthias Lemcke, Marketing Manager Europe. Namibia lasse seine Grenzen geöffnet und heiße seine Gäste weiterhin willkommen. Lemcke: "Wir treten der Situation mit Besonnenheit entgegen, halten uns weiterhin an die empfohlenen Hygienemaßnahmen und handeln, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen."
Südliches Afrika ist jetzt Virusvariantengebiet >>>
Kritik kommt auch von der Arbeitsgemeinschaft südliches & östliches Afrika (ASA). Die Angst vor der unsichtbaren Bedrohung habe zu Panikreaktionen geführt, die unverhältnismäßig und unangemessen seien, sagt ASA-Präsident Werner Gordes. Südafrika werde dafür bestraft, dass es hervorragende Wissenschaftler habe, die die neue Mutante entdeckt hätten. Die gerade wieder aufkommende Hoffnung auf einen stabilen Tourismus liege nun wieder am Boden. In Südafrika beginne jetzt eigentlich die Hochsaison und mit den nun getroffenen Einschränkungen werde diese zum zweiten Mal in Folge ausgebremst. Gordes fordert die Rücknahme der Einschränkungen.
Das Namibia Tourism Board kritisiert die Reisebeschränkungen als "radikal und unverhältnismäßig". "Die Datenlage reicht nicht aus, um eine Stigmatisierung Namibias und der Nachbarländer zu rechtfertigen. Wir erwarten eine rasche Überprüfung dieser Bestimmungen. Bereits im vergangenen Jahr wurde aufgrund der Beta-Variante und den daraus resultierenden Kurzschlussreaktionen die Wirtschaft in unserer Region nachhaltig geschädigt. Ein weiterer Schlag dieser Art wird viele Existenzen und Umweltschutzprojekte gefährden", sagt Matthias Lemcke, Marketing Manager Europe. Namibia lasse seine Grenzen geöffnet und heiße seine Gäste weiterhin willkommen. Lemcke: "Wir treten der Situation mit Besonnenheit entgegen, halten uns weiterhin an die empfohlenen Hygienemaßnahmen und handeln, wenn die Fakten auf dem Tisch liegen."
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