Anzeige
Kapazitäten und Strecken
20.05.26, 11:43 Uhr

Eurowings wächst weiter am Hauptstadtflughafen BER

Mit zusätzlichen Flugzeugen und neuen Direktverbindungen stärkt die Lufthansa-Tochter ihre Position am BER. Neben neuen Flügen nach Bologna plant die Airline zusätzliche Verbindungen auf die Kanarischen Inseln und beschäftigt künftig mehr als 300 Crew-Mitglieder am BER.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings verstärkt ihre Präsenz am BER und stationiert im Winterflugplan 2026/2027 insgesamt elf Flugzeuge in Berlin.
Lufthansa-Tochter Eurowings baut ihre Basis am Flughafen Berlin Brandenburg im Winterflugplan 2026/2027 auf elf Flugzeuge aus. Mehr als 300 Crew-Mitglieder sollen künftig am BER beschäftigt sein.

Mit dem Ausbau will Eurowings ihre Position am BER stärken. Die Airline sieht sich nach eigenen Angaben auf dem Weg zur größten Fluggesellschaft am Hauptstadtflughafen. Bereits heute ist Eurowings Marktführerin in Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn und Stuttgart.

Neue Verbindung nach Bologna

Neu ins Programm kommt eine Nonstop-Verbindung nach Bologna in der italienischen Region Emilia-Romagna. Die Strecke ergänzt das bestehende Italien-Angebot mit Zielen wie Rom, Neapel und Olbia.

Zudem erweitert Eurowings im Winter das Angebot auf die Kanarischen Inseln. Geplant sind zusätzliche Flüge nach Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa. Buchbar sind die neuen Verbindungen ab 21. Mai. Über weitere neue Strecken und den endgültigen Winterflugplan will die Airline im Juli entscheiden.

Lufthansa Group baut Position in Berlin aus

Neben Eurowings fliegen auch Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Sun Express regelmäßig von und nach Berlin. Die Lufthansa Group kommt damit auf rund 30 Prozent aller Verbindungen am BER.

Eurowings hat die Präsenz in Berlin seit der Pandemie deutlich ausgebaut. Nach zunächst drei stationierten Flugzeugen sollen künftig elf Maschinen am BER eingesetzt werden. Die Airline fliegt von dort aus nahezu 50 Ziele an. In den vergangenen Jahren kamen unter anderem neue Städte- und Businessstrecken sowie touristische Direktverbindungen hinzu.

Kritik an hohen Kosten und EU-Vorgaben

Eurowings-Chef Max Kownatzki sieht weiteres Wachstumspotenzial in Berlin: „Wir glauben an Berlin und sehen – allen Krisen zum Trotz – gute Perspektiven für den Standort. Berlin zieht Menschen aus aller Welt an – als politische Hauptstadt, als kulturelles Kraftzentrum und als Wirtschaftsstandort mit Potenzial. Deshalb investieren wir in ein stark wachsendes Netz an direkten Flugverbindungen, die sowohl touristisch als auch wirtschaftlich relevant sind.“

Zugleich kritisiert Kownatzki die Rahmenbedingungen für Airlines in Deutschland und Europa. „Die seit 2019 mehr als verdoppelten Steuern und Gebühren führen dazu, dass viele Airlines inzwischen einen Bogen um Deutschland machen. In Verbindung mit dem rapiden Anstieg der Kerosinkosten wirken sie wie ein Stoppschild für Investitionen. Dazu kommen immer mehr EU-Vorgaben, die deutsche und europäische Fluggesellschaften einseitig belasten, insbesondere bei der Klimapolitik. Umso wichtiger ist es, dass die Politik jetzt handelt und die signifikanten Wettbewerbsnachteile zulasten des heimischen Luftverkehrs korrigiert.“