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Tourismus-Update
08.07.26, 15:08 Uhr

Angola steigert internationale Ankünfte um knapp ein Drittel

Das Land setzt seinen touristischen Wachstumskurs fort. 2025 reisten mehr internationale Gäste nach Angola als vor der Pandemie, zugleich werden Milliardeninvestitionen im Tourismussektor erwartet. Die Regierung will den Tourismus als zweite starke Säule neben der Ölwirtschaft etablieren.

Luanda ist die Hauptstadt Angolas und wichtigstes wirtschaftliches Zentrum des Landes. Foto: Robert Haidinger
Die Zahl der internationalen Ankünfte in Angola ist 2025 um 28 Prozent gestiegen. Gleichzeitig erwartet das Land rund drei Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen im Tourismussektor. Das geht aus dem Leitfaden „Tourism Doing Business: Investing in Angola“ hervor, den UN Tourism gemeinsam mit dem Tourismusministerium Angolas veröffentlicht hat.

2025 reisten rund 223.000 internationale Gäste nach Angola. Im Vorjahr waren es 174.500. Damit liegt das Land mehr als zweieinhalb Prozent über dem Niveau vor der Corona-Pandemie, als 2019 insgesamt 217.500 internationale Ankünfte gezählt wurden.

Milliardeninvestitionen in den Tourismus

Für 2025 werden ausländische Direktinvestitionen (Foreign Direct Investment, FDI) in Höhe von rund drei Milliarden US-Dollar im Tourismussektor erwartet. Möglich werde dies unter anderem durch die Möglichkeit, in weiten Teilen des Sektors vollständiges ausländisches Eigentum zu halten sowie Gewinne und Kapital auf Grundlage des Private Investment Law vollständig zurückzuführen.

Im Rahmen des nationalen Tourismusplans Planatur wurden den Angaben zufolge bereits mehr als acht Milliarden Euro mobilisiert. Ansonsten seien Investitionen von über 500 Millionen Euro in prioritäre Tourismusinfrastruktur genehmigt worden.

Auch bei den Einreisebestimmungen setzt Angola auf Offenheit: Bürger aus mehr als 90 Ländern können visumfrei einreisen.

Tourismus soll Wirtschaft breiter aufstellen

„Diese Entwicklung zeigt, dass unsere Diversifizierungsstrategie greift: Tourismus wird zu einer tragenden Säule neben dem Ölsektor“, sagt Tourismusminister Márcio Daniel. Besonders erfreulich sei aus seiner Sicht, „nicht nur das Wachstum selbst, sondern das Vertrauen internationaler Investoren“. Dieses Vertrauen bilde die Grundlage dafür, Arbeitsplätze zu schaffen und Angola langfristig als Reiseziel zu etablieren.

Seit 2025 verantwortet die Frankfurter Agentur Kleber Group die internationale Positionierung der Destination Angola. Zu den Aufgaben gehören die Markenkommunikation, die MICE-Strategie sowie die Ansprache internationaler Investoren. „Gemeinsam mit dem Ministerium für Tourismus haben wir Angola international positioniert“, sagt CEO Julia Kleber. Die Zahlen für 2025 zeigten, dass diese Strategie funktioniere – „messbar, wirtschaftlich und sichtbar auf globaler Ebene“.