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Besucher und Ausgaben
07.07.26, 14:42 Uhr

Spanien steuert auf touristischen Rekordsommer zu

Mehr Gäste, höhere Ausgaben und neue Impulse für weniger bekannte Regionen – Spanien blickt optimistisch auf die Sommersaison. Turespaña rechnet zwischen Juni und September mit rund 43 Millionen Urlaubern und einem Anstieg der Einnahmen auf fast 64 Milliarden Euro.

Spaniens Tourismusminister Jordi Hereu und Tourismus-Staatssekretärin Rosario Sánchez Garau haben die Prognosen für die Sommersaison 2026 vorgestellt. Foto: Turespaña
Spanien rechnet in den Sommermonaten mit rund 43 Millionen internationalen Touristen. Das wären sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben der Urlauber sollen nach Prognosen des Fremdenverkehrsamts Turespaña um zehn Prozent auf knapp 64 Milliarden Euro steigen. Der Zeitraum umfasst die Monate Juni bis September.

Ausgaben wachsen stärker als Gästezahlen

Die Ausgaben der internationalen Gäste sollen damit erneut stärker zulegen als die Zahl der Besucher. Tourismusminister Jordi Hereu wertet dies als Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. Der Tourismus, so Hereu, solle weiter wachsen, das sei das Ziel der Regierung – allerdings mit einem stärkeren Fokus auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit.

Als Grundlage nennt er die seit Ende 2025 geltende Strategie „Turismo España 2030“ sowie den mit 3,4 Milliarden Euro ausgestatteten Plan zur Modernisierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors.

Weniger bekannte Regionen holen auf

Überdurchschnittlich entwickeln sollen sich in diesem Sommer die traditionell weniger stark besuchten Regionen Spaniens. Dort erwartet Turespaña ein Wachstum der Touristenausgaben zwischen acht und zehn Prozent. In den sechs wichtigsten Zielregionen – Andalusien, Madrid, Katalonien, Valencia, den Balearen und den Kanaren – sollen die Ausgaben dagegen um fünf bis sechs Prozent steigen.

Hereu sieht darin einen Beleg für die Wirkung der Maßnahmen zur besseren Verteilung der Besucherströme auf das gesamte Land.

Positive Entwicklung trotz internationaler Krisen

Der Minister bezeichnete die Entwicklung als Zeichen der Widerstandsfähigkeit des spanischen Tourismus in Zeiten internationaler Krisen.

Auch die bisherigen Zahlen des Jahres fallen positiv aus. Bis Ende Mai stiegen die Ausgaben internationaler Gäste um 7,8 Prozent auf 50,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Besucher um fünf Prozent auf mehr als 36 Millionen. Im Tourismussektor sind inzwischen mehr als drei Millionen Menschen beschäftigt.

Mit Blick auf die geopolitischen Unsicherheiten sprach Hereu dennoch von einer „ruhigen Wachsamkeit und vernünftigem Optimismus“. Zugleich betonte er, die Wettbewerbsfähigkeit Spaniens dürfe „weder von einem Krieg abhängen noch abhängen müssen“. Deshalb werde sich das Land weiterhin für eine verlässliche internationale Anbindung der touristischen Quell- und Zielmärkte einsetzen.