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Elf Kulturstätten
18.03.26, 10:04 Uhr

Malta Biennale bringt zeitgenössische Kunst an historische Orte

Die Malta Biennale 2026 bringt über 130 Künstler aus 43 Ländern auf die Inseln Malta und Gozo. Ausstellungen an elf historischen Orten verbinden zeitgenössische Kunst mit Kulturerbe. Die Veranstaltung läuft bis zum 29. Mai unter der Schirmherrschaft der Unesco.

Ggantija Archaeological Park auf Gozo ist einer der Ausstellungsorte der Malta Biennale 2026 und zählt zu den ältesten freistehenden Tempelanlagen der Welt, die zum Unesco-Welterbe gehören. Foto: Heritage Malta
Mehr als 130 Künstler aus 43 Ländern beteiligen sich an der Malta Biennale 2026, die bis zum 29. Mai auf Malta und Gozo läuft. Die Ausstellung umfasst 27 nationale und thematische Pavillons sowie ein öffentliches Begleitprogramm. Veranstaltungsorte sind elf historische Stätten in Valletta, Vittoriosa, Victoria und Xagħra, wie die Organisatoren mitteilen.

Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Die Malta Biennale wurde 2024 als internationale Plattform für zeitgenössische Kunst gestartet. Ziel ist es laut Veranstaltern, den Austausch zwischen historischem Erbe und aktueller Kunst zu fördern. Die Ausstellungen finden bewusst nicht nur in Museen, sondern in historischen Gebäuden unter der Verwaltung von Heritage Malta statt. Dadurch sollen Besucher Zugang zu kulturellen Orten und deren Geschichte erhalten.

Auftakt mit künstlerischem Oratorium

Die Biennale wurde am 10. März 2026 im Sacra Infermeria des Mediterranean Conference Centre in Valletta eröffnet. Die Eröffnungsfeier stand unter dem Motto „Clean | Clear | Cut“ und wurde als zeitgenössisches Oratorium inszeniert. Unter der künstlerischen Leitung von Sean Buhagiar verband die Aufführung Musik, Körper, Licht und Architektur. Das Stück war in sechs Abschnitte gegliedert, die sich an den sechs Schöpfungstagen orientieren. Dafür entstanden sechs neue Chorkompositionen. Reden hielten unter anderem Kunstdirektorin Rosa Martínez sowie Mario Cutajar, Präsident von Heritage Malta und Minister für Kultur, Land und lokale Verwaltung.

Auszeichnungen für Kunstwerke und Pavillons

Am 13. März 2026 wurden in der St John’s Co-Cathedral die Preise der Biennale vergeben. Die Auszeichnung für das beste Kunstwerk erhielten Concetta Modica für „Fragments of the sky of Malta: The journey of a tomato sepal to become a star“ sowie Therese Debono für „Blank“. Laut Beschreibung der Biennale setzt sich Modicas Arbeit mit aktuellen gesellschaftlichen Widersprüchen auseinander, während Debono fotografische Arbeiten zu Orten zeigt, die von Veränderung und Trauma geprägt sind.

Als bester Pavillon wurde „Redefining. Polish Ghanaian Textile Narratives“ ausgezeichnet. Kuratorin ist Natalia Bradbury, beteiligt sind Künstler aus Polen und Ghana. Das Projekt thematisiert nach Angaben der Veranstalter Solidarität und bezieht sich auf die Philosophie des Ubuntu.

Die Preisträger bestimmte eine internationale Jury mit Gerardo Mosquera, Monica Narula und Irene Biolchini auf Empfehlung der künstlerischen Leitung. Ein Publikumspreis soll in den letzten Tagen der Biennale vergeben werden.

Orte und Programm der Biennale

Die Malta Biennale läuft nach drei Vorschautagen vom 14. März bis zum 29. Mai. Tickets sind online erhältlich, auch das vollständige Programm wird auf der offiziellen Website veröffentlicht.

Zu den Ausstellungsorten zählen in Valletta das Muza, Fort St. Elmo, der Grand Masters Palace und das National Museum of Archaeology. In den Three Cities werden unter anderem Fort St. Angelo, der Inquisitors Palace, das Maritime Museum und die Old Armoury of the Knights genutzt. Auf Gozo sind die Cittadella in Victoria sowie die Tempelanlage Ġgantija in Xagħra Teil der Biennale.

Veranstalter ist Heritage Malta in Partnerschaft mit dem Arts Council Malta, Visit Malta, der Valletta Cultural Agency und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Biennale steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten Maltas und der Unesco.