Touristische Bilanz09.01.26, 13:20 Uhr
Slowenien wächst im Tourismus und verlängert die Saison
Slowenien meldet 2025 neue Höchstwerte im Tourismus. Besonders internationale Gäste sorgen für Wachstum. Gleichzeitig stärkt das Land seine Nachhaltigkeitsstrategie mit gezielten Investitionen, Datenmonitoring und neuen Förderprogrammen – etwa für Kultur- und Naturerlebnisse in Ostslowenien.

Die Hafenstadt Piran liegt auf einer Landzunge in Sloweniens Süden und zählt mit ihrem venezianischen Flair zu den beliebtesten Zielen an der Adriaküste des Landes. Foto: iStock/Dreamer4787
Slowenien hat 2025 rund sieben Millionen Gäste und 17,9 Millionen Übernachtungen gezählt – so viele wie nie zuvor. Wie der Slowenische Tourismusverband (STB) mitteilt, wächst der Tourismus im Land weiter moderat, aber stabil. Die Zahlen bestätigen nach Einschätzung des Verbands den langfristigen Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit.
Internationale Nachfrage nimmt weiter zu
Vor allem bei internationalen Gästen legte Slowenien 2025 zu: Laut STB stiegen deren Übernachtungen um neun Prozent. Wichtigste Herkunftsmärkte blieben Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien und Kroatien. Zusammen stellten sie 44 Prozent aller ausländischen Übernachtungen.
Zuwächse verzeichneten unter anderem Polen, Spanien, Großbritannien, die Niederlande und die USA. Rund ein Viertel der Übernachtungen entfiel auf den heimischen Markt.
Zudem gelang es, die Saison zu verlängern: Die stärksten Anstiege wurden im Frühjahr und Herbst registriert. Auch die regionale Verteilung der Gäste habe sich verbessert, heißt es aus Ljubljana – insbesondere im oberen Savinja-Tal, in Dolenjska, Brda, im Vipava-Tal, in Velenje–Topolšica und in der Karstregion.
Tourismus bringt über drei Milliarden
Die Einnahmen aus dem Tourismus beliefen sich zwischen Januar und Oktober 2025 laut Bank of Slovenia auf rund 3,09 Milliarden Euro – ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Nach Angaben des Statistikamts gaben Hotelgäste im Frühjahr durchschnittlich 214 Euro pro Tag aus, davon 122 Euro für die Unterkunft. Im Sommer waren es 170 Euro. Auf Campingplätzen lagen die Tagesausgaben bei durchschnittlich 63 Euro.
„Etwas mehr, aber besser“
Das touristische Wachstum will Slowenien verantwortungsvoll gestalten. „Der Erfolg des slowenischen Tourismus ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Maßnahmen, Investitionen und konsequenter Marktbearbeitung“, sagt der zuständige Minister des Landes, Matjaž Han. Ihm zufolge wurde 2025 der bislang größte Investitionszyklus im Tourismus abgeschlossen: 119 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 278 Millionen Euro wurden umgesetzt, 121 Millionen Euro kamen aus EU- und nationalen Mitteln.
Nationales Tourismusinformationszentrum gestartet
Als wichtigen Schritt für die künftige Tourismusplanung nannte der STB die Inbetriebnahme des Nationalen Tourismusinformationszentrums (NiST). Dort werden erstmals 60 wirtschaftliche, ökologische und soziale Indikatoren zusammengeführt, um Auswirkungen des Tourismus besser erfassen zu können. Auch das Programm Green Scheme of Slovenian Tourism wurde in das System integriert.
Zudem gewinnt laut STB der Einsatz Künstlicher Intelligenz an Bedeutung – etwa im Marketing oder durch die virtuelle Reiseassistentin „Alma“.
Neue Förderprogramme für 2026
Für 2026 sind neue Fördermaßnahmen geplant. Bereits ausgeschrieben ist ein Programm zur Entwicklung authentischer Angebote rund um das kulturelle Erbe in Ostslowenien mit einem Fördervolumen von knapp 6,9 Millionen Euro. Weitere Ausschreibungen zur nachhaltigen Destinationsentwicklung, zur besseren regionalen Vernetzung und zur Förderung von Umweltzertifizierungen sollen folgen. Bis 2028 stehen dafür 15 Millionen Euro bereit.
Fokus auf Kultur, Natur und Ganzjahrestourismus
Im internationalen Marketing richtet sich Slowenien laut STB zunehmend an qualitätsbewusste Zielgruppen. Das Tourismusbüro in München betreut die Märkte Deutschland und Schweiz.
Für 2026 sind dort Kampagnen mit Fokus auf Kunst und Kultur, Kulinarik, Naturerlebnisse und Wellbeing geplant. Ziel sei es, die Bekanntheit Sloweniens als nachhaltige Kultur- und Naturdestination zu stärken – auch abseits der Hauptsaison.
Internationale Nachfrage nimmt weiter zu
Vor allem bei internationalen Gästen legte Slowenien 2025 zu: Laut STB stiegen deren Übernachtungen um neun Prozent. Wichtigste Herkunftsmärkte blieben Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien und Kroatien. Zusammen stellten sie 44 Prozent aller ausländischen Übernachtungen.
Zuwächse verzeichneten unter anderem Polen, Spanien, Großbritannien, die Niederlande und die USA. Rund ein Viertel der Übernachtungen entfiel auf den heimischen Markt.
Zudem gelang es, die Saison zu verlängern: Die stärksten Anstiege wurden im Frühjahr und Herbst registriert. Auch die regionale Verteilung der Gäste habe sich verbessert, heißt es aus Ljubljana – insbesondere im oberen Savinja-Tal, in Dolenjska, Brda, im Vipava-Tal, in Velenje–Topolšica und in der Karstregion.
Tourismus bringt über drei Milliarden
Die Einnahmen aus dem Tourismus beliefen sich zwischen Januar und Oktober 2025 laut Bank of Slovenia auf rund 3,09 Milliarden Euro – ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Nach Angaben des Statistikamts gaben Hotelgäste im Frühjahr durchschnittlich 214 Euro pro Tag aus, davon 122 Euro für die Unterkunft. Im Sommer waren es 170 Euro. Auf Campingplätzen lagen die Tagesausgaben bei durchschnittlich 63 Euro.
„Etwas mehr, aber besser“
Das touristische Wachstum will Slowenien verantwortungsvoll gestalten. „Der Erfolg des slowenischen Tourismus ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Maßnahmen, Investitionen und konsequenter Marktbearbeitung“, sagt der zuständige Minister des Landes, Matjaž Han. Ihm zufolge wurde 2025 der bislang größte Investitionszyklus im Tourismus abgeschlossen: 119 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 278 Millionen Euro wurden umgesetzt, 121 Millionen Euro kamen aus EU- und nationalen Mitteln.
Nationales Tourismusinformationszentrum gestartet
Als wichtigen Schritt für die künftige Tourismusplanung nannte der STB die Inbetriebnahme des Nationalen Tourismusinformationszentrums (NiST). Dort werden erstmals 60 wirtschaftliche, ökologische und soziale Indikatoren zusammengeführt, um Auswirkungen des Tourismus besser erfassen zu können. Auch das Programm Green Scheme of Slovenian Tourism wurde in das System integriert.
Zudem gewinnt laut STB der Einsatz Künstlicher Intelligenz an Bedeutung – etwa im Marketing oder durch die virtuelle Reiseassistentin „Alma“.
Neue Förderprogramme für 2026
Für 2026 sind neue Fördermaßnahmen geplant. Bereits ausgeschrieben ist ein Programm zur Entwicklung authentischer Angebote rund um das kulturelle Erbe in Ostslowenien mit einem Fördervolumen von knapp 6,9 Millionen Euro. Weitere Ausschreibungen zur nachhaltigen Destinationsentwicklung, zur besseren regionalen Vernetzung und zur Förderung von Umweltzertifizierungen sollen folgen. Bis 2028 stehen dafür 15 Millionen Euro bereit.
Fokus auf Kultur, Natur und Ganzjahrestourismus
Im internationalen Marketing richtet sich Slowenien laut STB zunehmend an qualitätsbewusste Zielgruppen. Das Tourismusbüro in München betreut die Märkte Deutschland und Schweiz.
Für 2026 sind dort Kampagnen mit Fokus auf Kunst und Kultur, Kulinarik, Naturerlebnisse und Wellbeing geplant. Ziel sei es, die Bekanntheit Sloweniens als nachhaltige Kultur- und Naturdestination zu stärken – auch abseits der Hauptsaison.

