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Risk Map veröffentlicht
11.12.25, 14:26 Uhr

A3M kartiert globale Risikolage für Reisende in 2026

A3M analysiert in der Risk Map 2026 aktuelle Risiken von Protesten über Putsche bis zu Territorialkonflikten. Während einige Regionen leichte Erholung zeigen, verschärft sich die Lage in Teilen Afrikas und Südamerikas. Die Einfärbungen markieren, wo Reisende künftig besonders wachsam sein sollten.

A3M legt zum Jahresende eine aktualisierte Risk Map vor und zeigt, wo sich die Lage für Reisende verbessert oder verschärft hat. Foto: iStock
Der Hamburger Krisenmonitoring-Anbieter A3M hat kurz vor Jahresende die aktualisierte Version seiner Risk Map veröffentlicht. In der neuen Auflage bewertet A3M einmal mehr Veränderungen in der weltweiten Sicherheitslage für Reisende.

Leichte Entspannung im Nahen Osten, anhaltende Spannungen in Südasien

Größere Verschiebungen zeigt die Karte im Nahen Osten. Demnach hat sich die Lage in Israel und im Westjordanland leicht verbessert, bleibt aber angespannt. Auch im Iran gebe es Fortschritte, gleichzeitig bestehe weiter die Gefahr einer Eskalation im Verhältnis zu Israel.

In Südasien wurde der Konflikt zwischen Indien und Pakistan nach dem Anschlag auf Touristen in Kaschmir im Mai durch einen Waffenstillstand beendet. Eine erneute Eskalation sei laut A3M dennoch möglich.

Ein neuerlicher Ausbruch des langjährigen Grenzkonflikts zwischen Thailand und Kambodscha führte zuletzt zu Kampfhandlungen. Auch in Madagaskar hat sich die Lage nach dem Militärputsch im Oktober stabilisiert.

Putsche und Proteste in Afrika und Lateinamerika

In Westafrika verschlechterte sich die Sicherheitslage in Guinea-Bissau infolge eines Militärputsches Ende November. In Ecuador kam es im Herbst zu teils gewaltsamen Protesten gegen die Kürzung von Kraftstoffsubventionen und die Genehmigung eines Bergbauprojekts. Zudem weitete die Regierung ihren Militäreinsatz gegen Drogenkartelle aus.

Für Mosambik meldet A3M eine Fortsetzung gewaltsamer Proteste zu Beginn des Jahres 2025 sowie verstärkte Aktivitäten dschihadistischer Gruppen im Nordosten des Landes. In Tansania kam es seit Oktober zu Ausschreitungen im Zusammenhang mit der politischen Lage.

Eskalationspotenzial in Venezuela und verstärkte Kriminalität in Südamerika

In Venezuela besteht laut A3M ein Risiko gewaltsamer Auseinandersetzungen im Streit mit den USA über den Drogenhandel. Die angespannte Sicherheitslage an der Grenze zu Guyana wird durch einen ungelösten Territorialkonflikt verschärft. Die grenzübergreifende Kriminalität in Südamerika wurde in der Risk Map 2026 insgesamt stärker berücksichtigt und zeigt sich jetzt in einer angepassten Einfärbung in den Grenzgebieten.
 

So bewertet A3M die Reiseländer weltweit:
  • Dunkelgrün – sehr geringes Risiko: Reisen weitgehend unbedenklich, keine relevanten Sicherheitsrisiken, zuverlässige Infrastruktur.
  • Hellgrün – geringes Risiko: Vereinzelte Risiken durch Streiks, Naturgefahren oder Kriminalität; Reisen mit Vorsicht möglich.
  • Gelb – erhöhtes Risiko: Gewaltkriminalität, Proteste oder Gesundheitsrisiken; Wachsamkeit und Vorbereitung empfohlen.
  • Orange – hohes Risiko: Eingeschränkte Reisemöglichkeiten wegen Konflikten oder Terrorgefahr; besondere Vorkehrungen nötig.
  • Rot – sehr hohes Risiko: Reisen kaum oder gar nicht möglich; Sicherheitslage extrem angespannt. Von Reisen wird abgeraten.