Anzeige
Drastischer Preisaufschlag
26.11.25, 12:56 Uhr

Nationalpark-Besuch wird für Nicht-Amerikaner deutlich teurer

Ausländische Gäste sollen stärker zur Finanzierung der US-Nationalparks beitragen. Ab 2026 müssen Besucher deshalb deutlich tiefer in die Tasche greifen: 250 Dollar für einen Jahrespass, 100 Dollar für Einzeltickets – teils zusätzlich zur regulären Gebühr.

Besucher am Grand Prismatic Spring im Yellowstone-Nationalpark – ab 2026 zahlen internationale Gäste für den Zugang zu beliebten US-Nationalparks wie Yellowstone deutlich höhere Eintrittsgebühren. Foto: iStock/eric1513
Ab dem 1. Januar 2026 gelten für ausländische Besucher deutlich höhere Eintrittspreise in die US-Nationalparks. Der Preis für einen Jahrespass steigt für Nicht-US-Bürger auf 250 Dollar. Wer keinen Pass besitzt, zahlt künftig 100 Dollar pro Person für den Zugang zu elf besonders stark frequentierten Parks – zusätzlich zur regulären Eintrittsgebühr.

Begründung des Innenministeriums

Das US-Innenministerium will damit nach eigenen Angaben sicherstellen, dass internationale Gäste stärker zur Finanzierung der Parks beitragen. US-Bürger, die das Nationalparksystem über Steuern mittragen, sollen im Gegenzug bevorzugt werden. Der Preis für den Jahrespass für Inländer bleibt unverändert bei 80 Dollar.

Wie der das britische Medium Guardian berichtet, werden die Eintrittskarten zu den Parks zudem gestalterisch verändert: Die ab 2026 ausgegebenen Jahrespässe zeigen unter anderem Porträts von George Washington und Donald Trump.

Digitale Umsetzung

Auch die technische Umsetzung wird modernisiert: Alle „America the Beautiful“-Pässe – darunter Jahres-, Senioren-, Militär-, Schüler- und Zugangspässe – werden künftig vollständig digital über die Regierungs-Website Recreation.gov verfügbar sein. Sie lassen sich auf Mobilgeräten speichern und mit physischen Karten kombinieren.

Gebührenfreie Tage für US-Bürger

US-Bürger erhalten außerdem gebührenfreien Parkeintritt an zehn Tagen im Jahr, darunter über den Unabhängigkeitsfeiertag (3.–5. Juli), am Verfassungstag (17. September), am Geburtstag von Theodore Roosevelt (27. Oktober) sowie am 14. Juni – Flag Day und zugleich Donald Trumps Geburtstag.

Die Einnahmen aus den neuen Gebühren sollen laut Ministerium direkt in Infrastruktur, Instandhaltung und Besucherangebote investiert werden.

63 Nationalparks mit großer Vielfalt

Die USA verfügen über insgesamt 63 offizielle Nationalparks, die vom National Park Service verwaltet werden. Zu den meistbesuchten zählen der Great Smoky Mountains National Park an der Ostküste, der Grand Canyon in Arizona, der Zion- und der Bryce-Canyon-Nationalpark in Utah sowie der Yellowstone-Nationalpark, der sich über Teile von Wyoming, Montana und Idaho erstreckt. Der Yellowstone war 1872 der weltweit erste Nationalpark.

Mehrere dieser Parks sind auch Unesco-Welterbestätten – darunter der Grand Canyon, der Yellowstone und der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien. Sie wurden wegen ihrer geologischen, landschaftlichen und ökologischen Bedeutung ausgezeichnet. Besonders beliebt bei internationalen Gästen sind ikonische Landschaften wie die heißen Quellen im Yellowstone, die Granitwände des Yosemite Valley oder die tief eingeschnittenen Schluchten des Grand Canyon.