Boom von Solo-Reisen03.12.25, 11:20 Uhr
TUI nimmt Alleinreisende stärker ins Visier
TUI rückt Familien 2026 klar in den Fokus – doch parallel entwickelt sich ein zweiter Trend: Solo-Reisen gewinnen massiv an Bedeutung. Neue Angebote wie Solo-Wochen, Städtereisen oder Apartments für Alleinreisende eröffnen dem Vertrieb neue Chancen.

Alleinreisende erwarten Sicherheit, Begegnung und Qualität. TUI bietet ihnen mit Solo-Wochen und maßgeschneiderten Konzepten eine neue Reiseheimat. Foto: iStock/Kar-Tr
TUI richtet den Sommer 2026 klar auf Familien aus – mit Kinderfestpreisen, neuen Clubs und erweiterten Angeboten. Doch unter der Oberfläche entsteht ein Nebeneffekt, der für die Branche hochrelevant ist: Die Strukturen, die Familien anziehen sollen, machen TUI gleichzeitig zu einem der interessantesten Anbieter für eine wachsende, aber noch immer unterschätzte Zielgruppe – Solo-Reisende.
Jede neunte Buchung ein Einzelzimmer
Solo-Reisen gewinnen seit Jahren an Dynamik, werden aber von vielen Veranstaltern weiterhin nur am Rand bedient. Der Trend ist messbar und gesellschaftlich verankert. TUI-Deutschlandchef Benjamin Jacobi bringt es auf den Punkt: „Solo-Reisen ist ein gesellschaftlicher Trend.“ Er verweist auf eine Entwicklung, die sich längst nicht mehr ignorieren lässt: „16,8 Millionen Menschen leben in Einzelpersonenhaushalten und möchten trotzdem gerne reisen.“ Schon heute, so Jacobi, sei „jede neunte Buchung ein Einzelzimmer oder ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung.“ Diese Zahlen markieren nicht nur ein Nachfragevolumen, sondern ein Marktsegment, das sich zunehmend professionalisiert.
Alleinreisende suchen Sicherheit, Orientierung, emotionale Qualität und das Gefühl, eingebettet zu sein, ohne ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Genau hier entsteht eine Schnittmenge zu den neuen TUI-Angeboten. Clubanlagen mit klaren Tagesstrukturen, sportlichen und kulturellen Aktivitäten, verlässlichen Qualitätsstandards und einer Atmosphäre, die Begegnungen ermöglicht, ohne sie aufzuzwingen, eignen sich nicht nur für Familien, sondern ebenso für Reisende, die allein unterwegs sind.
„Die Gäste waren sehr, sehr zufrieden.“
Wie stark diese Angebote wirken können, zeigten die ersten speziell aufgelegten Solo-Wochen im November. Steffen Boehnke, Direktor Airtours, schildert die Resonanz eindrucksvoll: „Allein verreisen, aber etwas gemeinsam zu erleben, ist enorm wichtig.“ Die Formate kombinierten gemeinsame Ausflüge, Essen und Aktivitäten mit ausreichend Freiraum – ein Mix, der offenbar punktgenau die Bedürfnisse trifft. „Die Gäste waren sehr, sehr zufrieden.“
Auch preislich setzt TUI Signale. Boehnke erläutert: „Bei den Solo-Wochen ist es so, dass man nicht den Preis zahlen muss, den man normalerweise für die zweite Person im Zimmer zahlen würde.“ Das Unternehmen habe den Aufpreis „deutlich reduziert und teilweise das Doppelzimmer zur Alleinnutzung ohne Mehrpreis gegeben“, unterstützt von engagierten Hoteliers in der Vorsaison. Diese Maßnahmen holen Preisbarrieren aus dem Segment – ein wichtiger Hebel, denn Einzelzimmerzuschläge gehören zu den größten Hürden im Solo-Reisemarkt.
Ideal für City-Trips
Zugleich gewinnt ein weiterer Bereich an Bedeutung: Städtereisen. TUI beobachtet einen deutlichen Zuwachs bei Zweit- und Dritturlauben in Destinationen wie Porto, Tallinn, Ljubljana oder La Coruña. Diese Städte gelten als sicher, kompakt und kulturell reichhaltig – ideale Voraussetzungen für Menschen, die allein reisen und dennoch ein vielfältiges Angebot nutzen möchten. Dass sich diese Ziele nun verstärkt im TUI-Portfolio wiederfinden, wirkt sich beinahe automatisch positiv auf die Attraktivität des Angebots für Solo-Reisende aus.
Ein Beispiel mit hoher Relevanz für Solo-Traveller ist das neue Time To Smile Alpensonne am Tegernsee. Das Apartmentkonzept kombiniert Selbstversorgung mit Hotelkomfort und trifft damit den Bedarf einer Zielgruppe, die Unabhängigkeit schätzt, aber gleichzeitig Wert auf Service, Wellness und eine hochwertige Umgebung legt. Besonders ältere Alleinreisende, die über hohe Reisebereitschaft und stabile Zahlungsbereitschaft verfügen, finden in solchen Angeboten eine reizvolle Mischung aus Flexibilität und Struktur.
Wachstumsstarkes Segment
Unter dem Strich zeigt der Blick auf die TUI-Offensive für 2026: Während Familien eindeutig im Fokus stehen, entfalten dieselben Maßnahmen eine erhebliche Anziehungskraft auf Solo-Reisende. Die Branche neigt bislang jedoch dazu, dieses Kundensegment zu unterschätzen. Dabei zählt es längst zu den wachstumsstärksten Bereichen des Reisemarkts und umfasst ein breites Spektrum – von jungen Alleinreisenden bis zu reisestarken Best Agern –, das erhebliche Marktpotenziale eröffnet.
Analyse – Was der Solo-Reiseboom für den Vertrieb bedeutet
Solo-Reisen gehören zu den wachstumsstärksten Segmenten. TUI-Deutschlandchef Benjamin Jacobi betont: „Solo-Reisen ist ein gesellschaftlicher Trend. 16,8 Millionen Menschen leben in Einzelhaushalten und möchten trotzdem gerne reisen.“ Bereits heute ist jede neunte Buchung ein Einzel- oder Doppelzimmer zur Alleinnutzung.
Für Reisebüros eröffnet das klare Chancen: Alleinreisende suchen Sicherheit, Orientierung und verlässliche soziale Rahmenbedingungen. Airtours-Direktor Steffen Boehnke beschreibt es so: „Allein verreisen, aber etwas gemeinsam zu erleben, ist enorm wichtig.“ Angebote mit Anschlussmöglichkeiten – etwa Solo-Wochen oder Clubprogramme – funktionieren deshalb besonders gut.
Ein weiterer Vertriebsvorteil: Preisbarrieren sinken. „Wir haben den Aufpreis deutlich reduziert und teilweise das Doppelzimmer zur Alleinnutzung ohne Mehrpreis gegeben“, so Boehnke. Das erleichtert den Abschluss und erhöht die Wiederbuchungsquote.
Fazit: Solo Travel ist kein Nischenthema mehr, sondern ein relevantes Beratungsgeschäft. Wer die Zielgruppe aktiv anspricht und passende Angebote kuratiert, kann sich frühzeitig als Spezialist positionieren – mit hohem Zusatzpotenzial für den stationären Vertrieb.
Jede neunte Buchung ein Einzelzimmer
Solo-Reisen gewinnen seit Jahren an Dynamik, werden aber von vielen Veranstaltern weiterhin nur am Rand bedient. Der Trend ist messbar und gesellschaftlich verankert. TUI-Deutschlandchef Benjamin Jacobi bringt es auf den Punkt: „Solo-Reisen ist ein gesellschaftlicher Trend.“ Er verweist auf eine Entwicklung, die sich längst nicht mehr ignorieren lässt: „16,8 Millionen Menschen leben in Einzelpersonenhaushalten und möchten trotzdem gerne reisen.“ Schon heute, so Jacobi, sei „jede neunte Buchung ein Einzelzimmer oder ein Doppelzimmer zur Alleinnutzung.“ Diese Zahlen markieren nicht nur ein Nachfragevolumen, sondern ein Marktsegment, das sich zunehmend professionalisiert.
Alleinreisende suchen Sicherheit, Orientierung, emotionale Qualität und das Gefühl, eingebettet zu sein, ohne ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Genau hier entsteht eine Schnittmenge zu den neuen TUI-Angeboten. Clubanlagen mit klaren Tagesstrukturen, sportlichen und kulturellen Aktivitäten, verlässlichen Qualitätsstandards und einer Atmosphäre, die Begegnungen ermöglicht, ohne sie aufzuzwingen, eignen sich nicht nur für Familien, sondern ebenso für Reisende, die allein unterwegs sind.
„Die Gäste waren sehr, sehr zufrieden.“
Wie stark diese Angebote wirken können, zeigten die ersten speziell aufgelegten Solo-Wochen im November. Steffen Boehnke, Direktor Airtours, schildert die Resonanz eindrucksvoll: „Allein verreisen, aber etwas gemeinsam zu erleben, ist enorm wichtig.“ Die Formate kombinierten gemeinsame Ausflüge, Essen und Aktivitäten mit ausreichend Freiraum – ein Mix, der offenbar punktgenau die Bedürfnisse trifft. „Die Gäste waren sehr, sehr zufrieden.“
Auch preislich setzt TUI Signale. Boehnke erläutert: „Bei den Solo-Wochen ist es so, dass man nicht den Preis zahlen muss, den man normalerweise für die zweite Person im Zimmer zahlen würde.“ Das Unternehmen habe den Aufpreis „deutlich reduziert und teilweise das Doppelzimmer zur Alleinnutzung ohne Mehrpreis gegeben“, unterstützt von engagierten Hoteliers in der Vorsaison. Diese Maßnahmen holen Preisbarrieren aus dem Segment – ein wichtiger Hebel, denn Einzelzimmerzuschläge gehören zu den größten Hürden im Solo-Reisemarkt.
Ideal für City-Trips
Zugleich gewinnt ein weiterer Bereich an Bedeutung: Städtereisen. TUI beobachtet einen deutlichen Zuwachs bei Zweit- und Dritturlauben in Destinationen wie Porto, Tallinn, Ljubljana oder La Coruña. Diese Städte gelten als sicher, kompakt und kulturell reichhaltig – ideale Voraussetzungen für Menschen, die allein reisen und dennoch ein vielfältiges Angebot nutzen möchten. Dass sich diese Ziele nun verstärkt im TUI-Portfolio wiederfinden, wirkt sich beinahe automatisch positiv auf die Attraktivität des Angebots für Solo-Reisende aus.
Ein Beispiel mit hoher Relevanz für Solo-Traveller ist das neue Time To Smile Alpensonne am Tegernsee. Das Apartmentkonzept kombiniert Selbstversorgung mit Hotelkomfort und trifft damit den Bedarf einer Zielgruppe, die Unabhängigkeit schätzt, aber gleichzeitig Wert auf Service, Wellness und eine hochwertige Umgebung legt. Besonders ältere Alleinreisende, die über hohe Reisebereitschaft und stabile Zahlungsbereitschaft verfügen, finden in solchen Angeboten eine reizvolle Mischung aus Flexibilität und Struktur.
Wachstumsstarkes Segment
Unter dem Strich zeigt der Blick auf die TUI-Offensive für 2026: Während Familien eindeutig im Fokus stehen, entfalten dieselben Maßnahmen eine erhebliche Anziehungskraft auf Solo-Reisende. Die Branche neigt bislang jedoch dazu, dieses Kundensegment zu unterschätzen. Dabei zählt es längst zu den wachstumsstärksten Bereichen des Reisemarkts und umfasst ein breites Spektrum – von jungen Alleinreisenden bis zu reisestarken Best Agern –, das erhebliche Marktpotenziale eröffnet.
Analyse – Was der Solo-Reiseboom für den Vertrieb bedeutet
Solo-Reisen gehören zu den wachstumsstärksten Segmenten. TUI-Deutschlandchef Benjamin Jacobi betont: „Solo-Reisen ist ein gesellschaftlicher Trend. 16,8 Millionen Menschen leben in Einzelhaushalten und möchten trotzdem gerne reisen.“ Bereits heute ist jede neunte Buchung ein Einzel- oder Doppelzimmer zur Alleinnutzung.
Für Reisebüros eröffnet das klare Chancen: Alleinreisende suchen Sicherheit, Orientierung und verlässliche soziale Rahmenbedingungen. Airtours-Direktor Steffen Boehnke beschreibt es so: „Allein verreisen, aber etwas gemeinsam zu erleben, ist enorm wichtig.“ Angebote mit Anschlussmöglichkeiten – etwa Solo-Wochen oder Clubprogramme – funktionieren deshalb besonders gut.
Ein weiterer Vertriebsvorteil: Preisbarrieren sinken. „Wir haben den Aufpreis deutlich reduziert und teilweise das Doppelzimmer zur Alleinnutzung ohne Mehrpreis gegeben“, so Boehnke. Das erleichtert den Abschluss und erhöht die Wiederbuchungsquote.
Fazit: Solo Travel ist kein Nischenthema mehr, sondern ein relevantes Beratungsgeschäft. Wer die Zielgruppe aktiv anspricht und passende Angebote kuratiert, kann sich frühzeitig als Spezialist positionieren – mit hohem Zusatzpotenzial für den stationären Vertrieb.

