25hours Hotels

Vier-Tage-Woche gegen Fachkräftemangel

Nach zwei Jahren der Krise, Kurzarbeit und vielen Personalabgängen wollen die 25hours Hotels neue Impulse in der Arbeitswelt setzen.

Vier-Tage-Woche gegen Fachkräftemangel
Foto: 25hours Hotels
Nach zwei Jahren der Krise, Lockdowns, Kurzarbeit und vielen Personalabgängen wollen die 25hours Hotels neue Impulse in der Post-Covid-Arbeitswelt setzen. Ab November haben alle Mitarbeitenden in beiden Hamburger Hotels die Möglichkeit, an einem Pilotprojekt teilzunehmen und ihre Wochenarbeitszeit auf vier Arbeitstage zu verteilen. Durch eine zeitgemäße Work-Life-Balance soll die Attraktivität der Arbeitsplätze, besonders in den Abteilungen mit Schichtarbeit, gesteigert werden. Erfolgt der Testbetrieb sowohl aus Sicht des Arbeitgebers als auch aus Sicht der Arbeitnehmenden erfolgreich, soll ab Januar 2022 sämtlichen Mitarbeitern in allen 25hours Hotels eine Vier-Tage-Arbeitswoche möglich sein.

„Einerseits gestaltet sich die Personalgewinnung so schwer wie nie und andererseits müssen wir uns mit den Ansprüchen einer neuen Generation von Stellensuchenden auseinandersetzen“, erläutert Kathrin Gollubits, Director of Human Resources. „Aufgrund des Fachkräftemangels müssen wir bereits Öffnungszeiten anpassen und den Betrieb einzelner Restaurants und Bars tageweise einstellen. Es gibt immer weniger motivierte Branchen-Fans, die in der Hotellerie und Gastronomie Fuß fassen wollen.“

Fast jede dritte Stelle unbesetzt

Bei den 25hours Hotels ist momentan fast jede dritte Stelle unbesetzt. Eine interne Umfrage hat ergeben, dass sich mehr als 40 Prozent der Mitarbeiter vor allem eine Veränderung ihrer Arbeitszeit wünschen. Gollubits: „Natürlich erhoffen wir uns damit ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Arbeitsmarkt und einen positiven Impuls für die Branche."

Und so soll es funktionieren: Mitarbeitende in administrativen oder Management-Positionen werden in Zukunft die Möglichkeit haben, nicht nur wie bisher die tägliche Arbeitszeit, sondern auch die wöchentliche Arbeitszeit flexibel zu ordnen. Mitarbeiter im Schichtbetrieb, etwa im Service, am Front Office oder in der Küche, die sich für das neue Modell entscheiden, arbeiten an vier Tagen pro Woche jeweils neun Stunden. Drei freie Tage sind garantiert. Die Differenz von vier Stunden zur vertraglich geschuldeten Wochen-Arbeitszeit soll als Überstundenausgleich vorgehalten werden.

Drei freie Tage

"Bei 25hours hat der Tag zwar eine Stunde mehr, aber die Arbeitswoche schon bald einen Tag weniger“, sagt, Chief Brand Officer Bruno Marti. „Machen wir uns nichts vor: In der Hotellerie wird hart gearbeitet, das Gehalt ist anderswo besser, also tun wir wenigstens schon mal etwas für die Work-Life-Balance.“