Traveljob

Was macht eigentlich eine Purserette?

Sie ist unter anderem für die Sicherheit an Bord zuständig, erklärt Christine Berger-Danzinger von Condor.

Was macht eigentlich eine Purserette?
Chefin Christine Berger-Danzinger (2. v. l.) mit Crew und FlyPink- Accessoires. Foto: Condor
Die Bezeichnung Purser bzw. Purserette stammt ursprünglich aus der Seefahrt. Der einstige Zahl- und Proviantmeister übernahm eine sehr wichtige Aufgabe an Bord. Heute wird im Flugdienst die ranghöchste Flugbegleiterin so bezeichnet. Sie ist unter anderem für die Crew und die Passagiere an Bord verantwortlich und nur dem Kapitän und Co-Piloten weisungsgebunden.

WELCHE EIGENSCHAFTEN BRAUCHT MAN ALS FLUGBEGLEITERIN?
Neben Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Belastbarkeit und Flexibilität muss diese Person offen, neugierig und zugewandt sein. Man sollte natürlich serviceorientiert sein. Aber vor allem muss man den Umgang mit Menschen mögen. 

STIMMT DAS KLISCHEE, DASS EINE STEWARDESS SCHÖN SEIN MUSS?
Was heißt schön? Das liegt eher im Auge des Betrachters. Aber eine persönliche Ausstrahlung ist wichtig, etwas Individuelles. Der Job muss Spaß machen. Ich würde sagen, Schönheit von innen.

WIE GEHEN SIE MIT FLUGANGST BEI DEN GÄSTEN AN BORD UM?
Wir achten schon beim Boarding darauf, wer nervös ist. Man erkennt es sofort, und es hilft oft, wenn die Gäste einen Blick ins Cockpit werden können. Im Flug sind wir besonders aufmerksam.

DREI FRAGEN AN ... Christine Berger-Danzinger, die als Purserette bei der Fluglinie Condor arbeitet.
Was ist das Schönste in Ihrem Job?
Es ist die große Abwechslung. Wir arbeiten mit verschiedenen Crews auf unterschiedlichen Strecken. Jeder muss dabei für sich die optimale Balance finden. Sehr schön finde ich auch, dass ich jeden Tag die Sonne sehen kann.

Erzählen Sie uns über die im Herbst stattfindende FlyPink-Kampagne der Condor?
Das ist eine globale Brustkrebs-Initiative, die ursprünglich in Australien anfing. Damit unterstützt die Luftfahrtindustrie Organisationen, die sich für die Vorsorge, Behandlung und Erforschung von Brustkrebs einsetzen. Die Crews der teilnehmenden Airlines tragen während der Kampagne im Oktober pinke Accessoires im Dienst. Ziel ist es, Bewusstsein für die Krankheit zu schaffen, Solidarität mit den betroffenen Frauen zu zeigen und Spenden zu sammeln. Übrigens, auch die Piloten tragen pinke Streifen an den Schulterklappen.

Was ist dabei Ihre Aufgabe?
Ich leite bei Condor das Projekt und organisiere die verschiedenen Accessoires. Der Gewinn aus dem Verkauf der Accessoires wird an die Deutsche Krebshilfe gespendet.

FARBE ZEIGEN
Die Initiative FlyPink wurde 2015 von der australischen Pilotin Susan McHaffie ins Leben gerufen: Sie war die Erste, die rosa Schulterklappen trug. In Europa haben zuerst die Piloten der Condor die FlyPink-Kampagne unterstützt.