CO2-Ausstoß

SCHRITT FÜR SCHRITT

Keine Frage: Der Tourismus ist einer der größten Verursacher von Klimaschäden. Vor allem Flüge erzeugen hohe CO2-Emissionen. Doch nicht reisen ist auch keine Lösung. Gefragt sind also nachhaltige Angebote der Branche. Aber die Reisenden müssen ebenfalls umdenken.

Von Flugscham ist derzeit oft die Rede. Doch einige Ziele lassen sich nun mal nur mit dem Flugzeug erreichen. Wie sonst sollte man fremde Länder und Kulturen mit eigenen Augen entdecken? Zudem sichert ein verantwortungsvoller Tourismus auch der einheimischen Bevölkerung ihr Aus-kommen. Doch Flüge verursachen rund 80 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes im Tourismus. Das Forum Anders Reisen rechnet vor: Ein Flug von Frankfurt  nach Singapur und zurück verursacht sechs Tonnen CO2-Ausstoß. Das ist das Dreifache des klimaverträglichen Jahresbudgets eines Menschen. 
 
Die Lösung der steigenden Klimabelastung durch den Flugverkehr liegt in neuen Technologien, die ohne  fossile Brennstoffe auskommen. Und bis diese Technologien marktreif sind, liegt es an jedem selbst, bewusster zu fliegen. Klimaschützer raten, nur zu fliegen, wenn kein anderes Verkehrsmittel möglich ist, und bei Flugreisen lange vor Ort zu bleiben. Zudem kann jeder die von ihm verursachte Emission etwa über atmosfair kompensieren, also mit einer Geldspende den Ausbau  erneuerbarer Energien oder Aufforstungsprojekte  fördern. Nicht nur Fluggesellschaften, auch die Kreuzfahrtbranche steht wegen ihres Schadstoff-Ausstoßes am Pranger. Kreuzfahrtgesellschaften verzichten daher zunehmend auf Schweröl und nutzen umweltfreundlichere Alternativen wie Hybrid-Antriebe, Flüssiggas und umfassende Umweltkonzepte an Bord. Das reicht vom Energiemanagement über den sparsamen Umgang mit Frischwasser bis zur Abfallvermeidung. 
Am klimafreundlichsten ist natürlich der Urlaub im eigenen Land. Auch darauf reagieren die Veranstalter mit umfangreichen Wander-, Rad- und E-Bike-Angeboten. Wichtig ist nur: Es müssen wirklich alle mitziehen.