Tag des Bustourismus

Bustouristiker kritisieren „freche“ Hotelpreise

Insgesamt ist die Stimmung unter den Bustouristrikern gut bis verhalten optimistisch.

Bustouristiker kritisieren „freche“ Hotelpreise
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Am 17. Januar hat auf der CMT in Stuttgart der „Tag des Bustourismus“ stattgefunden. Ausrichter waren die Gütegemeinschaft Buskomfort und der baden-württembergische Busverband WBO. Im Mittelpunkt stand die Diskussion um die Perspektiven der Bustouristik in Krisenzeiten. Dabei gerieten auch die Hotels in die Kritik. Mathias Hirsch von Hirsch Reisen in Karlsruhe appellierte an die Kollegen, sich gegen die „frechen“ Preissteigerungen vieler Hotels zu wehren. Deutliche Kritik übte er auch an Hotels, die ihr Geschäft nur noch über digitale Buchungsplattformen generieren. „Viele Hotels wollen keine Verträge mit Gruppenreiseveranstaltern machen“, so der Busreisenprofi.

Insgesamt ist die Stimmung unter den Touristrikern gut bis verhalten optimistisch. Das zeigt eine WBO-Umfrage unter mehr als 60 Bustouristikern. Mehr als ein Drittel erwartet ein gutes oder sehr gutes Reisegeschäft für das laufende Jahr. Drei Viertel der Befragten rechnen mit positiven Ergebnissen im Mietbusgeschäft . Mehr als 70 Prozent stufen den Einfluss von Inflation und Energiekrise auf das Buchungsverhal- ten als gering ein. Corona spiele bei der Entscheidung für einen Urlaub in diesem Jahr nach Meinung aller Befragten keine Rolle mehr. Die Auswertung zeigt, dass 15 Prozent im Jahr 2022 ein Umsatzvolumen von mehr als 90 Prozent im Vergleich zu 2019 erreicht haben und 57 Prozent der Unternehmen ein Umsatzvolumen von mehr als 80 Prozent. „Das ist deutlich besser, als viele erwartet haben“, freut sich Michael Gersch, Touristik-Referent beim WBO.