Fachkräftemangel

BTW fordert Unterstützung der Regierung

Der BTW fordert von der Bundesregierung mehr und schnelle Unterstützung im Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Branche.

BTW fordert Unterstützung der Regierung
Foto: BTW
Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) fordert von der Bundesregierung mehr Unterstützung im Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Branche. „Der Personalmangel hat sich in weiten Teilen der deutschen Tourismuswirtschaft bereits zu einem Flächenbrand entwickelt“, mahnt BTW-Präsident Sören Hartmann. „Wir brauchen dringend pragmatische, tragfähige und langfristige Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung. Das Thema muss jetzt Chefsache im Bundeskanzleramt werden, sonst verharrt eine für Deutschland relevante Branche mit drei Millionen Beschäftigten weiterhin im Krisenmodus.“

Während der Corona-Pandemie 2020 und 2021 habe die Politik viele touristische Aktivitäten und Angebote über Monate stark eingeschränkt und teilweise sogar dauerhaft untersagt. Zahllose Mitarbeiter seien in dieser Zeit in andere Branchen abgewandert. Der dringend ersehnte Neustart für die deutsche Tourismuswirtschaft werde nun angesichts des eklatanten Mitarbeitermangels massiv erschwert. Um die fehlenden Fach- und Arbeitskräfte auch aus Drittstaaten einstellen zu können, sei es unverzichtbar, Verfahren zu vereinfachen, die Beschaffung von Visa zu beschleunigen sowie neue rechtliche Möglichkeiten der gezielten Erwerbsmigration zu schaffen. „Wir brauchen sofort ein akutes Krisenmanagement, wie es an den Flughäfen angelaufen ist, und einen zügigen Gesetzesbeschluss“, so Hartmann. Zudem solle die Westbalkanregel entfristet und das auf 25.000 Arbeitskräfte begrenzte Kontingent so schnell wie möglich ausgeweitet werden.

Mit Blick auf den Herbst und Winter fordert der BTW-Präsident verlässliche Zusagen der Politik, der Branche keine weiteren Corona-Einschränkungen zuzumuten: „Nur so können wir die kleinen und mittelständischen Unternehmen stärken und eine weitere Fluktuation in andere Branchen verhindern.“