Prognose Sommer 2022

Starkes Sommergeschäft erwartet

Der Deutsche Reiseverband (DRV) rechnet für das kommende Jahr mit einem starken Sommergeschäft und erwartet, dass Reisewillige ihren aufgrund der Pandemie aufgeschobenen oder ausgefallenen Urlaub im nächsten Jahr nachholen werden.

Starkes Sommergeschäft erwartet
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Dennoch ist die Unsicherheit groß und die vollständige Erholung der Reisebranche mit ihren rund 10.000 Reisebüros und 2.500 Reiseveranstaltern wird nach Einschätzung des Branchenverbandes dauern: „2022 bleibt angesichts der weiter anhaltenden Corona-Pandemie herausfordernd“, sagt Norbert Fiebig, Präsident des DRV.

Nach einer aktuellen DRV-Unternehmensumfrage, rechnen nur fünf Prozent der befragten Unternehmen und DRV-Mitglieder für 2022 mit einem Gesamtjahresumsatz auf Vor-Corona-Niveau. Mehrheitlich erwarten die Befragten eine nachhaltige Erholung für das Reisegeschäft erst in 2023 (43 Prozent) oder sogar erst im Jahr 2024 (37 Prozent).
 
Sommergesschäft
Vorsichtig optimistisch zeigt sich der DRV mit Blick auf die Neubuchungen für den Sommer 2022: „Dass der Reisewunsch für die kommenden Sommermonate vorhanden ist, zeigen die aktuellen Buchungsdaten: Über die Hälfte aller derzeit in Reisebüros und auf Online-Reiseportalen getätigten Neubuchungen entfallen bereits auf den nächsten Sommer“. Sagt Fiebig. Dass der Umsatz im kommenden Sommer bereits das Vorkrisenniveau erreichen oder gar übertreffen wird, glaubt die Mehrheit der vom DRV befragen Unternehmen allerdings nicht. Lediglich zehn Prozent der Befragten erwarten einen Sommer-Umsatz auf oder über dem Vor-Corona-Jahr 2019.
 
Finanzielle Hilfen
Die noch eher verhaltenen Aussichten aus der Umfrage spiegeln sich auch in den Erwartungen an die notwendigen weiteren politischen Entscheidungen. Aufgrund der nach wie vor herrschenden Unsicherheiten in Sachen Corona und der Omikron-Variante hält mit 54 Prozent die überwiegende Mehrheit der DRV-Mitglieder finanzielle Hilfen über den März 2022 hinaus für notwendig, um die wirtschaftliche Existenz zu sichern.
 
Etwas mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen kann dies zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genau sagen. „Die neue Bundesregierung sollte daher zeitnah, neben zielgenauen Maßnahmen die notwendigen Hilfen für die Branche nachschärfen und verlängern, wenn das notwendig sein sollte.“
 
„Die Pandemiebekämpfung darf nicht zu undifferenzierten Reisebeschränkungen führen“, mahnt Fiebig. „Die getroffenen Maßnahmen müssen sinnvoll und verhältnismäßig sein.“ 60 Prozent der befragten Unternehmen fordern, dass Politiker eine neuerliche Stigmatisierung des Reisens als Pandemie-Treiber vermeiden sollten.
 
Touristik befürwortet allgemeine Impfplicht
In der Unternehmensumfrage des DRV äußern 78 Prozent der befragten Unternehmen ein klares Ja zur allgemeinen Impfpflicht. Lediglich 15 Prozent halten nichts von der Einführung einer Impfpflicht. „Impfen ist in Zeiten von neuen Corona-Virusvarianten noch wichtiger geworden", so Fiebig. "Es ist das nach wie vor das wirksamste Mittel, um sich selbst und andere zu schützen und um Freiheiten wie Mobilität und Reisen auch in der Pandemie sicher zu ermöglichen."