Flighright

Laut Umfrage verpasst Großteil der Reisenden ihre Ansprüche

Trotz Flugchaos in diesem Sommer wissen offenbar immer noch wenige Fluggäste etwas über ihre Rechte gegenüber den Airlines.

Laut Umfrage verpasst Großteil der Reisenden ihre Ansprüche
Eine Umfrage, die das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Flightright Ende Juni 2022 mit 2047 Flugreisenden durchführte, hat ergeben, dass etwa zwei Drittel der Flugreisenden nicht wissen, dass Ihnen laut EU-Verordnung unabhängig vom Ticketpreis bei einer Flugverspätung von mehr als drei Stunden oder einem Flugausfall eine Entschädigung von 250 bis 600 € von der Airline zustehen kann, wenn diese die Schuld trägt.

Viele Flugreisende machen Rechte nicht geltend
Sollte der Flug ausfallen, haben Flugreisende grundsätzlich immer einen Anspruch auf wahlweise Ticketrückerstattung oder eine Ersatzbeförderung, die ihnen die Airline anbieten muss. Kommen Passagiere mehr als drei Stunden später an ihr Ziel, können sie bis zu 600 Euro an Entschädigung von der Fluggesellschaft verlangen. Wird ihr Flieger direkt gestrichen, können sie ebenfalls einen Anspruch auf eine Entschädigung bis zu 600 Euro haben, wenn die Airline Flugreisende weniger als 14 Tage vor dem Abflug über die Annullierung informiert.
Insbesondere vielen Flugreisenden, die schon einmal von Flugverspätung von mehr als drei Stunden betroffen waren, scheint das nicht bewusst zu sein.

So gab fast die Hälfte der Befragten (48 %) an, keine Entschädigung gegenüber der Airline geltend gemacht zu haben. „Bei den Informationen über die Fluggastrechte besteht noch viel Aufholbedarf. Die Airlines sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Flugreisenden über ihre Rechte zu informieren. Meist verstecken sie diese Informationen aber im Kleingedruckten oder klären gar nicht erst auf“, sagt Claudia Brosche, Fluggastrechtsexpertin bei Flightright.