Best-Reisen

Unterschiedliche Resonanz auf Reisebüro-Taskforce

Best-Reisen hat den Vorschlag gemacht, Reisebüros in Kurzarbeit als Unterstützung der Gesundheitsämter einzusetzen. Mit unterschiedlicher Resonanz.

Unterschiedliche Resonanz auf Reisebüro-Taskforce
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Best-Reisen ist mit dem Vorschlag, Reisebüros in Kurzarbeit zur Unterstützung der Gesundheitsämter für die Pandemie-Pekämpfung einzusetzen, in der Öffentlichkeit auf großes Interesse gestoßen. Allerdings könne eine solche Taskforce nicht durch den Verwaltungsakt eines Bundesministeriums entstehen, sondern die Reisebüros müssten sich dezentral bei den lokalen Gesundheitsämtern bewerben, so die Kooperation. Best-Reisen hat dafür einen Musterbrief aufgesetzt, der online zur Verfügung steht.

Reisebüros, die bereits davon Gebrauch gemacht haben, sind auf unterschiedliche Resonanz gestoßen. Von einer Reihe von Ämtern kamen Absagen. Dabei wurde unter anderem darauf verwiesen, dass die Kontaktverfolgung von Infizierten eine hoheitliche Aufgabe sei, die nicht an Privatpersonen vergeben werden dürfe. An anderer Stelle wurden medizinische Kenntnisse vorausgesetzt oder wurde der Aufwand zur Einarbeitung als zu groß angesehen. Außerdem wurden Bedenken geäußert, dass die Kurzarbeit der Reisebüro-Mitarbeiter jederzeit beendet werden könne. Andere Gesundheitsämter, darunter die Städte Hamburg und Stuttgart, ließen die Reisebüros wissen, dass sie die Situation aktuell unter Kontrolle haben, sich jedoch melden werden, wenn dies nicht mehr so sein sollte. Einige Behörden zeigten sich besonders aufgeschlossen und meldeten sich zum Teil sogar in Kooperations-Zentrale in Filderstadt, um regionale Möglichkeiten auszuloten.

Für ersten Kooperationen zwischen Reisebüros und Gesundheitsämtern gibt es unterschiedliche Modelle:
- Das Reisebüro schließt mit dem Gesundheitsamt einen Arbeitnehmerüberlassungsvertrag.
- Die Reisebüromitarbeiter arbeiten dann direkt im Amt. Das Reisebüro schließt einen Rahmenvertrag über eine monatliche Stundenpauschale. Die Kollegen arbeiten von ihrem Reisebüros aus telefonische Aufträge ab.
- In einem Landkreis in Bayern werden aufgrund der Initiative die örtlichen Reisebüros kurzfristig das Bürgertelefon übernehmen.

„Dass Gesundheitsämter Kooperationsinteresse signalisiert haben, freut mich sehr. Das zeigt, dass es Arbeit gibt, die von Reisebüros übernommen werden kann. Und jeder Einsatz gegen die Pandemie, der am Ende zu Stande kommt, war diese Aktion wert“, sagt Cornelius Meyer, Vorstand Marketing & Vertrieb.